Progress Software Corporation schafft es in die Integrator-Hitliste

Die Progress Software Corp. ist heiß. Das zeigte sich neulich auf dem Analysten-Tag, zu dem das Unternehmen aus Bedford, Massachusetts Finanz- und IT-Beobachter einlud. Das Wohlwollen überrascht, zumal es sich weder um einen Shooting-Star noch um einen Branchenführer handelt.

Die Company, die eigentlich aus fünfen besteht, stellt Software für die Entwicklung, die Implementation und das Management von Applikationen her – seit 20 Jahren und mit Gewinn.

Progress Software gehört zu den Firmen, die immer schon irgendwie präsent waren, doch nie besonders spannend, bis jetzt. „Das liegt am Vertriebsmodell und an der Unternehmensstruktur“, weiß IDC-Analyst Carl Olofson. Die Firma besteht aus der Progress Company, Data Direct, Objectstore, Peer Direct und Sonic Software. Ihren Profit und „Cash-Reichtum“ verdankt die Firmengruppe vor allem der Progress Company und Data Direct, so Olofson.

Die Progress Company stellt im Kern die 4GL-Entwicklungsumgebung „Open Edge“ und eine relationale Datenbank her. Data Direct dagegen entwickelt und vermarktet Datenbank-Treiber. Zumeist stammen die Kunden aus dem Kreis unabhängiger Software-Entwickler, die branchenspezifische Lösungen entwickeln. „Diese Art des Vertriebswegs galt als langweilig“, erinnert sich Olofson. „Nach der Dotcom-Ära aber gilt das nun als hip. Denn die Zusammenarbeit mit Partnern beschert Progress nach wie vor Wohlstand.“

Auch Joanne Correia, Analystin des Beratungs-Unternehmens Gartner, bestätigt: „Progress ist ein Erfolgsmodell.“ Mit ihren Produkten spräche die Firma insbesondere mittelständische Firmen an, und zwar zu einem attraktiven Preis für die Kunden und für Progress. So zeige etwa Data Direct „eine gute Preisspanne“.

Dennoch ist der Erfolg des Unternehmens, das europaweit derzeit in Großbritannien und den Benelux-Ländern seine größten Absatzmärkte findet, keinesfalls selbstverständlich. Der Datenbankmarkt gilt als verteilt, C, C++ und Java, Programmiersprachen der dritten Generation, haben die proprietären Tools der vierten weitgehend sterben lassen. Für Progress-Gründer Joseph Alsop dagegen bedeutet Java schlichtweg einen Rückschritt. Mit 4GLs wie Open Edge könnten Entwickler wesentlich effektiver arbeiten als mit jeder Java-Umgebung. Tatsächlich überschlagen sich IT-Analystenhäuser wie die Aberdeen Group, Nucleus und Baroudi Bloor mit Bestätigungen dieser Effektivität. Dazu trägt die Modernisierung der Tools bei, aber im wesentlich auch die hohe Integration der Progress-eigenen relationalen Datenbank.

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