UMTS in den Startlöchern

Wer als Mobilfunkanbieter etwas auf sich hält, darf zur CeBIT 2004 das Thema UMTS nicht in Abrede stellen. Zu hoch sollten die Erwartungen dennoch nicht gesteckt werden, denn mit Themen wie „Digital Lifestyle“ wollen die Marketing-Experten noch die derzeitige Tendenz zu trendigen Handys ausnutzen.

Mit Beginn der CeBIT wird auch ein Buhlen um Kunden für den neuen Mobilfunkstandard erwartet. Zwar ist das Netz der bisher einzigen zwei Anbieter Vodafone und T-Mobile bei weitem noch nicht so weit gediehen wie gewünscht, aber die Telkos können sich nicht mehr allzu lange Verzögerungen leisten. Vodafone deckt nach eigenen Angaben etwa 200 Städte ab. T-Mobile will mit dem Start 40 Prozent der Bevölkerung erreichen. Die Mitbewerber E-Plus und O2 dürften nicht mehr lange warten mit ihrem Angebot, wie sich schon in Ankündigungen seitens O2 bemerkbar macht. So ist eventuell in Hannover eine weitere Überraschung von den Mobilfunkanbietern zu erwarten.

Die teuren Auktionen um die Lizenzen aus dem Jahr 2000 belasten das Budget, und je früher die Mobilfunkanbieter starten können, desto größer ist die Chance, das Geld wieder zu erwirtschaften. Bisher aber haben technische Probleme den Start der dritten Mobilfunkgeneration erheblich verzögert. Da gab es zum Beispiel Schwierigkeiten beim Wechsel vom GMS- ins UMTS-Netz und umgekehrt. Diese sind jetzt wohl im Griff und so verkündete auch Vodafone als erstes Unternehmen den Start des UMTS-Netzes. Allerdings bot Vodafone nur eine Datenkarte für mobiles Surfen an, da dem Unternehmen zu Folge die Qualität der UMTS-Handys noch nicht stimmt.

Genau das könnte sich aber zur CeBIT ändern, denn in Hannover sind schon etliche Neuankündigungen von UMTS-Geräten anständig. Siemens gibt neben einer Reihe von etwa 30 neuen Handy-Typen auch ein neues UMTS-Modell bekannt. Auch Nokia und Motorola stellen UMTS-Handys der zweiten Generation vor. Motorola will sogar mit drei neue UMTS-Geräte aufwarten. Die kommenden Handys sollen bereits über längere Akkulaufzeiten, ein Manko der Vorgänger, und mehr Dienste verfügen. Darüber hinaus dürfen in Hannover noch einige neue UMTS-Handys weiterer Hersteller erwartet werden.

Im Jahr 2003 war Gerhard Schröder noch dankbarer Werbeträger für UMTS. Als er mit einem Handy der dritten Mobilfunkgeneration herumspielte, freuten sich die Telkos und verkündeten die Zukunft, aus der dann doch nichts wurde. Nun aber, 2004, scheint die Zeit reif zu sein. Wenn auch kein Boom erwartet werden kann, kommt das Geschäft jetzt zumindest in die Gänge. Wie es sich entwickelt, darf man mit Spannung erwarten. Lesen Sie dazu auch „Wer übertreibt verspielt Chancen für UMTS„.

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