Silizium-Modulator erreicht ein GHz Geschwindigkeit

Preisreduzierungen bei Breitbandkommunikation erwartet

Der US-Chiphersteller Intel hat mit dem Silizium-Modulator „Silicon Photonics“ einen neuen Geschwindigkeitsrekord von einem GHz erreicht. Damit ist die Komponente 50-mal schneller als vergleichbare Modulatoren aus Silizium. Wie das Wall Street Journal (WSJ) heute berichtet, könnten dadurch erhebliche Preisreduzierungen in der Breitbandkommunikation erzielt werden.

Bisher wurden solche Modulatoren bei hohen Leistungsanforderungen aus Indiumphosphit, Lithiumniobat und Galliumarsenid hergestellt. Die Produktion ist jedoch selbst in hohen Stückzahlen sehr teuer, da die präzise Einstellung der Modulatoren meist in Handarbeit erfolgt. Seit Jahren sind Forscher deshalb dabei, Modulatoren auf Silizium-Basis herzustellen. Silizium-Modulatoren könnten dank der hoch entwickelten Chip-Fabriken weitaus billiger produziert werden.

Der Intel-Forscher Mario Paniccia ist sich sicher, dass mit der neuen Technologie Geschwindigkeiten von zehn GHz erreichbar seien. Zurzeit kosten vergleichbare Modulatoren nach Angaben des WSJ zwischen 1000 und 2000 Dollar. Intel will den Preis für eine Silizium-Komponente auf fünf bis zehn Dollar drücken. Die Modulatoren werden voraussichtlich Einsatz in kommerziellen Produkten finden und dann die Geschwindigkeit bei Breitband-Verbindungen via Glasfaser auch für den privaten Nutzer erhöhen.

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2 Kommentare zu Silizium-Modulator erreicht ein GHz Geschwindigkeit

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  • Am 12. Februar 2004 um 19:36 von Noname

    Super! Wenn nur die Haie nicht wären.
    Tja, echt Super, daß die so eine Geschwindigkeit zusammen bringen. Nur leider sitzt dann am anderen Ende eine Firma wie Telekom, die wo das ganze dann so regelt. Also DSL 768 ca 19,90 bei ca. durchschnittlich wirklichen 60kb downstream ( bei Isdn ca. 11 kb ). DSL 1500 nicht wirklich doppelt soschnell für 9.90 mehr und 1GB hm. also mindestens noch viel mehr. Aber wahrscheinlich ja eh nur für Großkunden, die wo das ganze berappen können. Nur Geld zählt heute. Alle suchen doch heute nur noch Dumme wie uns, die sie ausnehmen können ( siehe Musikindustrie ). Deshalb wirds auch bei diesem Teil so bleiben. Von wegen billiger. Der einzige der sich im Endeffekt freut ist der Anbieter des Breitbanddienstes und nicht der Endverbraucher.

    • Am 13. Februar 2004 um 13:34 von sss

      AW: Super! Wenn nur die Haie nicht wären.
      Richtich! Das Dingen wird dann als absolut Top-Investition und Innovation verkauft – spricht, es macht die ganze Geschichte nicht wirklich billiger sondern nur noch teurer. S wird so kommen, wie Du sagst: der rosa Elefant sitzt das alles schön aus und kassiert unheimlich kohle! Und dann liefert der mir nichmal DSL – angeblich in meiner Gegend nicht rentabel! Kann schon sein, dann sollte er aber auch diese scheiss WErbung lassen: "Breitband für alle!"

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