Bund will weitere T-Aktien verkaufen

Beamte fürchten um ihre Pensionen, Anteilseigner um den Kurs

Der Aufwärtstrend der T-Aktie könnte schon bald wieder gestoppt werden: Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ planen Bundesregierung und KfW Bankengruppe den Verkauf von T-Aktien im Wert von mehreren Milliarden Euro, um den Haushalt zu sanieren.

Beim Beamtenbund stößt dieses Vorhaben auf Kritik: Der Bundesvorsitzende Peter Heesen erklärte heute in Berlin, dass der Bund sein Aktienvermögen bei Telekom und Post 1995 ausdrücklich zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen gegenüber den dort weiterhin beschäftigten Beamten vorgesehen hat. „Wenn dieses Vermögen jetzt tatsächlich realisiert wird, muss der Erlös natürlich zweckgebunden in Pensionsfonds zur Finanzierung zukünftiger Versorgungsaufwendungen fließen“. Es sei völlig unseriös, „dass jetzt einfach zu verfrühstücken.“

Die T-Aktie hat erst vor wenigen Wochen ihren Ausgabepreis vom Herbst 1996 wieder übersprungen. Seit Anfang des Jahres ist sie nochmals um knapp zehn Prozent auf über 16 Euro gestiegen. Die Anteilseigner dürfen sich außerdem zum erstenmal seit langem wieder auf eine Dividende freuen.

Der Bonner Konzern hatte den T-Aktionären zuletzt für 2001 eine Dividende von 37 Cent je Anteilsschein gezahlt. Für das vergangene Jahr musste die Telekom wegen eines Milliardenverlusts eine Nullrunde einlegen.

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