Seamless Computing ist Bill Gates‘ neue Vision

Verbindung von Software soll PC-Bedienung leichter machen

Der Chief Software Architect von Microsoft, Bill Gates, hat bei einer programmatischen Rede im Rahmen des „.net Day“ im Austria Vienna Center seine Vision der Zukunft in der Computerbranche vorgestellt. „Das Hauptthema in den nächsten zehn Jahren werden Software-Verbindungen sein“, so Gates einführend.

Die als „Seamless Computing“ beschriebene Innovation werde es ermöglichen, dass zahlreiche Geräte wie die Xbox oder das Wireless Equipment alle Einstellungen selber vornehmen, um miteinander kommunizieren zu können. Im Mittelpunkt steht dabei laut Gates, in Erweiterung zu heutigen Anwendungen, die noch leichtere Benutzbarkeit und erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.

All diese Innovationen werden mit der nächsten Windows-Version Longhorn, die ab 2005 auf den Markt gebracht werden soll, neue Arten von Anwendungen und Diensten möglich machen. Geht es nach den Vorstellungen von Bill Gates, sollen verbundene Systeme, inhaltsgesteuerte Software und neue Benutzerschnittstellen die Arbeit am PC in Zukunft zum Erlebnis machen. „Ich bin hoch erfreut darüber, was Longhorn seinen Benutzern in Zukunft alles möglich machen wird“, sagte Gates.

Die pünktlich 17 Uhr begonnene und eine Dreiviertelstunde dauernde Abschlussrede des Microsoftgründers war ganz auf die Vorstellung der „Seamless Computing“-Vision ausgerichtet. Eingeschoben wurde die Verkündigung einer Kooperation zwischen dem österreichischen Mobilfunkbetreiber Mobilkom Austria und Microsoft durch den Mobilkom-Chef Boris Nemsic. Er freue sich auf die Zusammenarbeit, so Gates.

Auf die nach Ende des Vortrags aus dem Publikum gestellte Frage, ob Microsoft seine Software in Zukunft preiswerter für Schüler und Studenten verkaufen werde, antwortete Gates, dass das Unternehmen in den nächsten Jahren die vergünstigte Zugänglichkeit von Microsoft-Software an Universitäten über die Universitäten hinaus ausweiten werde. Auf die vorsichtig formulierte Frage, ob Microsoft seine Software in Zukunft öffnen werde, wich Gates aus.

Anlässlich seines vierten Besuches in Wien wurde über die österreichische Hauptstadt die Sicherheitsstufe eins ausgerufen. Die Veranstaltungen, auf denen Bill Gates sprach, unterlagen strengen Sicherheitsvorkehrungen. Am Morgen hatten sich einige Dutzend Befürworter von Open-Source-Software aus den Reihen der Anti-Globalisierungsbewegung Attac zu einer Demonstration für freie Software zusammengefunden. Noch im Laufe des Mittwochabends wollte sich Gates nach Ablauf seiner Europatour wieder auf den Heimweg in die USA machen.

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1 Kommentar zu Seamless Computing ist Bill Gates‘ neue Vision

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  • Am 30. Januar 2004 um 1:55 von Realist

    Der Software ausgeliefert
    Seamless Computing stellt im Grunde einen lobenswerten Ansatz dar. Der Computer kümmert sich um die richtigen Einstellungen zur Kommunikation mit anderen Geräten. Damit sollte eigentlich der Dümmste mit einem Computer klar kommen.

    Und was ist wenns nicht funktioniert?
    Dann ist man wohl ausgeliefert, weil man wieder mal den "Handeingriff" vergessen hat, mit dem viele Fehler abgestellt werden können. Viele versierte Nutzer schrauben ja auch manuell an der Registry rum, um fehlerhafte Einstellungen zu berichtigen und Leistungsbremsen zu eliminieren.

    Vielleicht hat man inzwischen Vergessen, dass ein Computer nur ein Werkzeug ist, dass einen bestimmten Zweck erfüllen soll. Vielleicht hat Billy mal eine Vision von einer Bohrmaschine, die selbstständig den richtigen Bohrer und Bohrposition in Abhängigkeit des Montgeobjekts und Montageträgers wählt? ;-)

    Zuviel Automatismus führt nur zur (Denk-)Faulheit.

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