Network Appliance: „Der Windows Storage Server ist keine Konkurrenz für uns“

Im Markt für NAS-Speichersysteme gibt momentan ein Unternehmen den Ton an: Network Appliance. ZDNet sprach mit dem Vice President Central Europe Andreas König über den Aufbau von Speicher-Grids, die Konkurrenz durch Microsoft sowie die interne Unternehmenskultur.

Der NAS-Experte Network Appliance ist seit zwei Jahren auch im SAN-Bereich tätig. Das Unternehmen hatte Ende Oktober 2003 sein zweites Quartal des Geschäftsjahres 2004 mit einem Umsatz von 275,6 Millionen Dollar abgeschlossen. Dies bedeutet eine Steigerung von 28 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Reingewinn wuchs um 206 Prozent auf 48,4 Millionen Dollar. Diese Zahlen belegen, dass es dem Unternehmen derzeit leidlich gut geht. ZDNet sprach mit dem Vice President Central Europe, Andreas König (36), über die aktuellen Herausforderungen beim Aufbau von Speicher-Grids, die Konkurrenz durch Microsoft sowie die ausgezeichnete Unternehmenskultur.

ZDNet: Im Dezember haben Sie Lösungen zur Realisierung von Storage Grid-Architekturen vorgestellt. Wie muss man sich ein Speicher-Grid vorstellen?

König: Wir haben ja erst die Firma Spinnaker aufgekauft, die Bereiche aufweist, die wir bislang noch nicht abgedeckt haben. Dazu gehören ein Unified System Image oder erweiterte Clustering-Möglichkeiten. Damit kann man nicht nur die Performance eines Clusters sondern auch die Menge an verwaltetet Daten sehr hoch skalieren. Im Moment bewegen wir uns meines Wissens bei 11 bis 12.000 Terabyte – das ist so groß, dass bislang noch kein Kunde dieses Limit erreicht hat. Damit wollen wir einerseits das Storage-Grid skalieren und andererseits – durch das Unified System Image – die Anbindung des Clients erleichtern. Ein Client hängt sich ja immer an ein virtuelles System Image an, das über die bis zu 12.000 Terabyte gespannt ist, unabhängig davon, wo er sich gerade befindet. Der Mechanismus, wie er von dem einen in das andere Grid hinübergewechselt wird, das übernimmt unsere Technologie.

ZDNet: Wo kommen Speicher-Grids vorzugsweise zum Einsatz? Für wen sind sie interessant?

Zum einen ist jedes Unternehmen, das über ein großes Datenvolumen verfügt und sich dessen Verwaltung vereinfachen will, ein Kandidat. Das trifft eigentlich auf all unsere Kunden zu, egal ob es ein Autozulieferer ist oder ein Elektrokonzern oder ein Ölunternehmen ist. Zum zweiten Firmen mit einem weltweit verzweigtem Netz. Sie haben es da mit absolut heterogenen Netzen zu tun. Der Zugriff über die Dateiebene auf die SAN-Umgebung ist da eine Möglichkeit, die Nutzung von Speicherressourcen zu maximieren. Viele Unternehmen sind jedoch nicht dazu bereit, ihre bestehenden SAN-Speichernetzwerke durch einheitliche Systeme zu ersetzen. Stattdessen wollen sie die Nutzung ihrer aktuellen Infrastruktur durch die Bereitstellung von SAN-Kapazität für NAS oder eines gemeinsamen Datenzugriffs erweitern. Hier kommt unsere Konsolidierungslösung Gfiler Gateway zum Einsatz, die als NAS-File Server-Front-End für eine installierte SAN-Speicherumgebung fungiert. Gfiler bietet auf Dateiebene Zugriff auf Daten, die über Clientsysteme und Applikationsserver eines IP-Netzwerks in Fibre-Channel-Speicherarrays gespeichert sind.

ZDNet: Mit welchen Partnern arbeiten Sie dabei zusammen?

König: Die Grid-Technologie wird von uns unabhängig von der Wahl unserer Partner vorangetrieben. Unsere bestehenden Partnerschaften gehen in zwei Richtungen: Die IBM etwa ist sowohl ein Vertriebspartner – genauso wie eine Fujitsu-Siemens, als auch Abnehmer unseres Enterprise Gfiler, der die SAN- und NAS-Konsolidierung von IBM Storage unterstützt. Die erste Partnerschaft für Gfiler haben wir im Dezember 2002 mit Hitachi Data Systems geschlossen. Ziel ist es, damit die bestehenden Investitionen unserer Kunden zu schützen.

Themenseiten: IT-Business, Network Appliance, Strategien

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