Quam-Miteigner Telefónica verkauft österreichische UMTS-Tochter

Firma: "Könnte weg für künftige Vereinbarungen ebnen"

Die Miteignerin der deutschen Telefonfirma Quam, die spanische Telefónica Moviles, zieht sich aus ihrer UMTS-Tochter in Österreich zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Madrid mitteilte, verkauft sie die 3G Mobile Telecommunications GmbH an den österreichischen Konkurrenten Mobilkom.

Ein Preis wurde nicht genannt. Mit dem Verkauf der Firma würden erstmals in Europa UMTS-Frequenzen weiterverkauft, betonte Telefónica Moviles. Dies könne „den Weg für künftige Vereinbarungen zwischen Anbietern eröffnen“. Ob das Unternehmen damit auf die mehrheitlich gehaltene deutsche Tochter Quam anspielte, blieb offen. Das Joint Venture mit der finnischen Sonera hatte im vergangenen Jahr den Aufbau eines UMTS-Netzes in Deutschland wegen zu hoher Kosten eingestellt, hält aber noch die Lizenz.

Wegen einer Ende des Jahres auslaufenden Frist, die den deutschen UMTS-Firmen eine Netzabdeckung von mindestens 25 Prozent vorschreibt, muss auch über das Schicksal von Quam bald entschieden werden. 3G Mobile hatte im November 2000 eine österreichische Mobilfunklizenz ersteigert. Als sich die Aussichten für den Multimedia-Handyfunk in der Folge aber dramatisch verschlechterten, legte die Konzernmutter Telefónica Mitte 2002 alle UMTS-Aktiivitäten in Europa außerhalb Spaniens auf Eis, um abzuwarten, bis sich die Lage bessert. Betroffen waren neben Österreich und Deutschland auch die Schweiz und Italien.

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