Siemens zieht Jobs im großen Stil ins Ausland ab

Software-Entwicklung soll zu einem Drittel nach Osteuropa

Siemens wird im Zuge der EU-Osterweiterung in großem Stil Arbeitsplätze nach Osteuropa verlagern. In einigen Jahren könne etwa ein Drittel der Software-Entwicklung von Siemens an Niedriglohnstandorten geleistet werden, sagte Siemens-Zentralvorstand Johannes Feldmayer der „Financial Times Deutschland“.

Dabei gehe es einerseits darum, von dem erwarteten starken Marktwachstum in Osteuropa zu profitieren. Andererseits müsse der Konzern auch die Kostenvorteile und das Potenzial hoch qualifizierter Software-Ingenieure in der Region nutzen. Siemens beschäftigt weltweit etwa 30.000 Software-Entwickler. In Osteuropa arbeiten an 21 Standorten bislang 2700 Entwickler für den Konzern. „Diese Zahl wird zügig wachsen.“

Siemens folgt mit der Verlagerungsstrategie einem Trend, dessen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt noch nicht abzuschätzen sind. Auch andere Konzerne wie etwa SAP haben angekündigt, sowohl große Teile ihrer Entwicklung als auch die Buchhaltung und Kundenbetreuung verstärkt in Ländern wie Russland, Indien oder China anzusiedeln.

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5 Kommentare zu Siemens zieht Jobs im großen Stil ins Ausland ab

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  • Am 12. Dezember 2003 um 10:24 von egal

    Erst wenn der letzte Arbeitsplatz aus Profitgier…
    … in sogenannte Billiglohnländer verschoben wurde, werden sie merken, daß sich die Leute hier nicht von Luft ernähren können.

    "Autos kaufen keine Autos" Henry Ford

    Die geldgierigen Manager von heute sind auf dem Stand der Jäger und Sammler angelangt. Die höheren Evolutionsstufen der Menschheit begannen mit Anbau und Ernten, alle anderen sind ausgestorben.
    Willkommen zurück in der Steinzeit – Manager & Politiker(die diese Entwicklung aktiv unterstützen) = nichts gelernt aus der Vergangenheit.

    Die Devise der dummen geldgierigen Manager – Geld her zu mir und zwar sofort!

    Habt ihr eigentlich keine Kinder?

    • Am 13. Dezember 2003 um 19:51 von Roman Laubinger

      Richtig!
      Aber es geht ja nicht nur darum, daß wir uns hier nicht von Luft ernähren können. Wer soll denn die sauteuren (Verzeihung) Produkte kaufen? Etwa Leute aus den Ländern, die ein Sechstel eines hier üblichen Lohnes kriegen? Volkswirtschaftlich ist das ganze ein Schuß ins Knie. Aber das werden die Herren erst dann merken, wenn die Gewinne einbrechen, weil sich’s eben Arbeitslose nicht leisten können, die Produkte made in Billiglohnland, Preise made in Germany zu kaufen.

      MfG
      Roman Laubinger

  • Am 13. Dezember 2003 um 11:47 von Karsten Muehle

    Siemens zieht Jobs im großen Stil ins Ausland ab

    In Ordnung!

    Ich sehe ein, das exorbitant überbezahlte Manager unfähig sind, zu denken. Sie werden immerhin für´s Handeln bezahlt.

    Selbstverständlich sind sie daher auch unfähig, darüber nach zu denken, wovon Siemens-Rechner hier bezahlt werden sollen. Dafür langt´s einfach nicht.

    Mmmh, womit sollten sie auch denken? Wer Beton (beschleunigten) anstelle eines Gehirns im Schädel hat…

  • Am 14. Dezember 2003 um 10:55 von Fischer

    Den Tieger reiten heißt nicht abzusteigen.
    Betriebswirtschaftlich völlig korrekt: Kosten runter, Gewinne rauf. Auch jeder Schmähschreiber orientiert sich zunächst am eigenen Geldbeutel. Eingekauft wird bei Aldi(s), getankt, wo es am billigsten ist. Geiz ist Geil – und wieso soll ein Konzernlenker "Soziales-Gewissen" – oder ähnliches haben, wenn es keiner hat ???

    • Am 14. Dezember 2003 um 19:33 von egal

      AW: Den Tieger reiten heißt nicht abzusteigen.
      "Schmähschreiber"
      Wer Menschen, die sich über die Vernichtung von Arbeitsplätzen zu recht aufregen, so diffamiert, sollte seinen Arbeitsplatz mal aufgrund von Profitgier verlieren. Aber leider trifft es ja meist die schwerarbeitenden Menschen und nicht die Schmarotzer und Laumalocher, die solche Kommentare schreiben.

      "Tieger" – Pisa hat recht und das Geld kommt vom Papa, deutsch die Sprache der zunehmenden Dummheit.

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