O2-Deutschland-Chef kritisiert Verramschen von Handys

Handy und DVD-Player im Bundle: "Da müssten wir schreiend davon laufen"

Der Deutschlandchef des Mobilfunkanbieters O2, Rudolf Gröger, will das Weihnachtsgeschäft nicht mit Schnäppchenhandys zum Preis von einem Euro ankurbeln. „Es irritiert mich zusehends, wenn ganz bestimmte Vertriebskanäle – wie etwa Saturn und Media-Markt – dazu übergehen, unsere Angebote mit Produkten zu bündeln, die überhaupt nichts mit unserem Geschäft zu tun haben“, sagt Gröger im Interview mit der „Wirtschaftswoche“.

Wenn es ein Nokia-Handy plus DVD-Spieler bei Abschluss eines O2 -Vertrages für einen Euro gebe, so Gröger, „müssten wir eigentlich schreiend davon laufen.“ Der Kunde wolle ja nicht seinen Service, sondern nur den DVD-Player. Gröger: „Ein zum Schnäppchenpreis verramschtes Handypaket bringt deutlich weniger Umsatz.“

Themenseiten: O2, Telekommunikation

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5 Kommentare zu O2-Deutschland-Chef kritisiert Verramschen von Handys

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  • Am 26. November 2003 um 17:18 von Sansibar

    Provider-Schiene
    Die Vermarktung von Handys läuft zum grossen Teil über die Provider-Schiene. Ein Handy, das nicht im Provider-Paket beworben wird, hat schon grosse Chancen auf einen Flopp. Da scheinen mir solche Worte des O2-Chefs nicht sehr glaubhaft, denn er bräuchte nur keine solchen Pakete mehr anzubieten.

    Ich würde es auch begrüssen, wenn ich ein Handy unabhängig von einem Provider-Vertrag und ohne SIM-lock und mit Standard-Software zu einem vernünftigen Preis kaufen könnte.
    Aber der Markt läuft halt nun mal auf der Provider-Schiene.
    So kann ich mir zB auch in der Schweiz kein ‚freies‘ Treo 600 kaufen, denn dieses gibts nur mit Vertrag und SIM-Lock von Orange, und Orange hat scheinbar einen Exklusiv-Vertrag für die Schweiz.

    So bringe ich mein Geld halt inzwischen auf die Bank… von wegen Aufschwung und Konsumflaute…:-)

    So long
    Sansibar

  • Am 26. November 2003 um 18:49 von Stephan

    Versteckter Verbarucherkredit
    Meiner Meinung handelt es sich bei solchen Angeboten um versteckte Verbraucherkredite. Ich hoffe, dass die dt. Gerichte diese Meinung bald bestätigen. Da Kreditangebote ohne Angabe des effektiven Jahreszinses unzulässig sind, hätten sich solche Angebote schon bald erledigt. Im Übrigen kann man m. E. auch das Angebot eines einzelnen Handys unter Marktpreis schon als Angebot zu einem Verbraucherkredit auffassen.

  • Am 28. November 2003 um 7:13 von Paul

    Sponsoring
    Ich würde es umgekehrt begrüßen: Handys zum normalen Preis, dazu ein Provider-Vertrag mit einer absolut niedrigen Grundgebühr, weil der Vertrag das Handy nicht mehr abbezahlen muss. In Finnland ist das schließlich auch so.

  • Am 29. November 2003 um 5:50 von Gerd Müller

    Schnäppchenangebote
    So lange die Abzockpreise für Informationsaustausch (Minutentaktung bei horrenden Preisen, SMS 19 Ct.für 160 Zeichen; MMS ca. 1 €, Datenpakete ins Internet nicht kalkulierbar bei minimalstem Nutzen) von den Betreibern stehen, sollten sie sich auch nicht wundern, wenn der abgezockte Endverbraucher zu der alternativen Sparform greift – wenigstens ein günstiger Einstieg. Vielleicht sollte man auch als Anbieter mal über die 2-Jahresverträge nachdenken – Abzocke pur (und absolut nicht zeitgemäß) in einer schnellebigen Zeit, denn welches Handy ist nach 2 Jahren denn noch nutzbar? Sie bieten immer mehr neue Dinge, wundern sich, daß sie keiner nutzt, denn man würde gern, wenn da der 2-Jahresvertrag nicht noch ein jahr laufen würde….

  • Am 30. November 2003 um 3:07 von schreiber jürgen

    O2-Deutschland-Chef kritisiert Verramschen von Handys
    wenn die netztbetreiber ihre provisionen niedriger ausfallen ließen wäre diese problem gelöst

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