Blade-Server – dünne Versprechungen?

Nach einem zögerlichen Start werden Blade-Server allmählich von Unternehmen ernst genommen, die ihre Server-Infrastruktur aktualisieren und rationalisieren wollen. Doch es bleiben immer noch ungelöste Probleme.

Blade-Server haben bislang eine kurze und unrühmliche Geschichte hinter sich, vor allem weil ihnen zwei Dinge fehlen: Standards sowie eine deutlich formulierte Marketing-Botschaft. Das Fehlen von Standards ist bedauernswert und an diesem Zustand dürfte sich auf absehbare Zeit auch nichts ändern. Eine klar formulierte Marketing-Botschaft sollte da schon eher machbar sein. Symptomatisch für den in diesem Bereich bestehenden Nachholbedarf ist die Tatsache, dass beim ersten Auftauchen von Blade-Servern niemand so recht wusste, wofür diese eigentlich gut sein sollten.

Das Attraktive an Blade-Servern ist, dass jeder Server auf einer einzelnen Platine Platz findet, üblicherweise zusammen mit einer Festplatte. So können eine ganze Reihe von Servern – in einigen Fällen bis zu 20 – Chassis, Netzteil und Anschlüsse teilen.

Die ersten Marketing-Kampagnen versuchten den Internet Service Providern die Blade-Server als Ersatz für die „Pizza-Boxen“ schmackhaft zu machen. Aber dabei gab es zwei Probleme: Einmal ziehen Internet Service Provider es vor, Kapazitäten erst dann aufzustocken, wenn tatsächlich neue Geschäfte in Sicht sind, statt Server gleich in Massen zu kaufen, was zumindest in der Anfangsphase bei Blade-Servern üblich war; und zweitens gewannen die Internet Service Provider keine neuen Kunden.

Themenseiten: Dell, Hewlett-Packard, Servers, Storage, Storage & Server

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1 Kommentar zu Blade-Server – dünne Versprechungen?

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  • Am 13. November 2003 um 10:26 von Matthias Steller

    Blade Server – gar kein Problem !!!
    Wieso werden die Blades von Fujitsu Siemens gar nicht erwähnt?
    So abgehobene Bladeserver mit 4 und mehr Prozessoren bringen in dem Bereich von intelbasierten Windows-Terminalservern (da bringen die Blades echt was, weil klein, gleichförmig und preiswert) mit Citrix Metaframe Loadbalancing nicht das mehr an Leistung, gerade in diesem Einsatzgebiet wird jedoch sehr darauf gesetzt, mit einer grossen Zahl von (kleinen) Systemen Leistung und Verfügbarkeit sicherzustellen. Fujitus Siemens hat mit der BX300 eine ultrakompakte Lösung für diesen Anwendungsbereich geschaffen (auf drei HE zwanzig Server!!!). Die Blades können wahlweise mit einem oder maximal zwei Intelprozessoren bestückt werden, was für den Windows-Terminalserverbetrieb völlig ausreichend ist.

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