Krebs-Prozess gegen IBM beginnt

Auch andere Hardware-Hersteller müssen Klagen fürchten

In dieser Woche beginnt der Krebs-Prozess gegen IBM: Big Blue ist von ehemaligen Mitarbeitern verklagt worden. Diese behaupten, in der Fertigung des Computer-Riesen mit krebserregenden Stoffen in Kontakt gekommen zu sein.

Die beiden Kläger Alida Hernandez und James Moore haben in der Festplatten-Herstellung von IBM gearbeitet. Sie sind der Auffassung, dass ihr Ex-Arbeitgeber sie vor den Gefahren der chemischen Stoffe hätte warnen müssen, mit denen sie bei ihrer täglichen Arbeit konfrontiert wurden. Das Pikante dabei: Der Prozess hat eine Art Pilotcharakter – insgeamt sind 200 Klagen dieser Art gegen IBM eingegangen.

Darüber hinaus müssen sich auch andere Hardware-Hersteller fürchten: Experten zufolge würden die gleichen Stoffe auch bei der Chip-Herstellung der Konkurrenz verwendet. National Semiconductor gilt als einer der unrühmlichen Kandidaten für künftige Krebs-Prozesse.

„Hier wird die Büchse der Pandora geöffnet – eine Welle von Klagen könnte auf IBM und andere Firmen zukommen“, prognostiziert der IDC-Analyst Roger Kay. IBM selbst schweigt zu den Vorwürfen und teilt lediglich mit, dass man die Angestellten sehr wohl über die Gefahren der Stoffe aufgeklärt hätte.

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1 Kommentar zu Krebs-Prozess gegen IBM beginnt

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  • Am 4. November 2003 um 23:18 von Laird Urs Peter von Rotz

    Krebs-Prozess gegen IBM
    Ich finde dies nur Geldmacherei. In der heutigen Zeit werden in jeder Branche, in jeder Ecke und überall Sachen herausgefunden, was man einklagen kann. Der neue Nationalsport der Geldhungrigen. Wie beim Fährunglück in new York, wo eine FRAU in ihrem Schlaf gestört wurde. Alles an den Haaren herbeigezogen

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