Windows Thin Clients integrieren Internet- und Intranet-Applikationen besser

Die Konzeption des Windows Thin Client entwickelt sich in Richtung einer besseren Integration von Internet- und Intranet-Applikationen weiter. Das verdankt sich vor allem einer Verbesserung der Protokolle und dem Aufkommen von Terminals, die unter Windows XP laufen.

Das vor fast zehn Jahren entwickelte Konzept des Windows Thin Client wurde von zahlreichen Unternehmen übernommen, welche die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) für ihre Workstations reduzieren wollten, indem sie Büro- oder Client/Server-Applikationen, die für gewöhnlich auf PCs ausgeführt wurden, zentral auf Servern laufen ließen.

Das Prinzip beruht auf einem quasi passiven Terminal (oder einer kompakten Client-Software für den PC) und einer Server-Software. Beide kommunizieren mittels eines Übertragungsprotokolls, mit dem Applikationen an das Anzeigeterminal übertragen werden können. Zwei Protokolle teilen sich den Markt: ICA (Independant Computing Architecture) von Citrix und RDP (Remote Desktop Protocol) von Microsoft.

Mit ICA läuft der ausführende Server unter dem Programm Metaframe. Bei RDP begnügt er sich mit dem Dienst TSE (Terminal Server Edition), der in Windows 2000, XP und Server 2003 enthalten ist.

Zwei Architekturen zur Verbindung von Client/Server-Architektur und Intranet

Diese Architektur ist immer noch aktuell, doch hat sie sich in letzter Zeit weiterentwickelt, insbesondere unter dem Druck von Intranet-Applikationen, durch die der Webbrowser selbst bereits ein Thin Client ist (auch wenn sich seine Konzeption sehr davon unterscheidet).

In der Tat sind der Webbrowser und das Windows-Terminal keine völligen Gegensätze – dank zweier Architekturen können sie heute immer besser vereint werden.
Die erste beruht darauf, dass der Browser auf einem Metaframe- oder Windows TSE-Server ausgeführt und die Anzeige mittels ICA oder RDP wie bei jeder anderen Windows-Anwendung übertragen wird.
»Über zwei Drittel unserer Kunden verfahren in dieser Weise, die es ermöglicht, die Administration der verschiedenen Versionen von IE, Java und Sicherheitspatches zu zentralisieren«, wie Rowland Armstrong erklärt, Leiter für Produktmarketing bei Citrix.

Ein Nachteil blieb aber bestehen: Bilder im JPEG- und GIF-Format wurden wie der Rest der grafischen Oberfläche, etwa einfache Bitmaps, mit dem ICA- oder RDP-Protokoll komprimiert und mit geringerer Effizienz übertragen und dekomprimiert als mit den JPEG- und GIF-Algorithmen.

»Mit der neuen Version von Metaframe XP, die jetzt auf Metaframe XP Presentation Server umgetauft wurde, werden die Bilder nun in ihrem nativen Format, also im JPEG- oder GIF-Format, über dedizierte Kanäle übertragen, wodurch die Anzeige um bis zu 400 % beschleunigt und zugleich der Bedarf an Bandbreite und CPU-Leistung reduziert wird«, erläutert Rowland Armstrong.

Themenseiten: Servers, Storage, Storage & Server

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