AOL will in Europa eigenen Online-Musikdienst starten

Neuer Dienst soll ab dem zweiten Quartal 2004 zur Verfügung stehen

Der US-Internet-Provider AOL will im Frühjahr kommenden Jahres in Europa einen eigenen Online-Dienst zum Herunterladen von Musikdateien starten. Außerdem wolle das Unternehmen schon ab Montag kommender Woche fünf Radioprogramme („Radio@AOL Broadband“) kostenlos über das Internet verbreiten, sagte der für das Musikgeschäft in Europa zuständige AOL-Direktor Blair Schoof am Mittwoch in London. Seinen Angaben zufolge soll der Download-Service für Musikstücke ab dem zweiten Quartal 2004 rund 6,2 Millionen AOL-Nutzern in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zur Verfügung stehen.

AOL könnte damit dem Konkurrenten Apple Computer und dem zur US-Firma Roxio gehörenden Anbieter Napster zuvor kommen, die ebenfalls in Europa mit kostenpflichtigen Online-Musikdiensten auf den Markt kommen wollen. Zu welchen Preisen der neue AOL-Servive genutzt werden könne, stehe noch nicht fest, sagte Schoof. AOL wolle jedoch einen Pauschalbetrag je heruntergeladenem Musikstück berechnen. Ein solches Modell habe sich bei iTunes von Apple, dass bisher nur für Nutzer mit Rechnungsadresse in den USA zur Verfügung steht, bereits bestens bewährt.

Nach Angaben Schoffs steht AOL Europe unmittelbar vor der Unterzeichnung von Lizenzvereinbarungen mit einigen der größten Musikverlage. AOL Time Warner besitzt mit Warner Music selbst das viertgrößte Plattenlabel der Welt.

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