Mobilfunk-Gesundheitsrisiken werden erforscht

Millionenschwere Untersuchung gestartet

Mit einem millionenschweren Forschungsprogramm sollen mögliche Gesundheitsrisiken des Mobilfunks genauer untersucht werden. Das Bundesumweltministerium gab den Startschuss für das „Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm“, mit dem offene Fragen beantwortet werden sollen. Das Ministerium stellt für die Vorsorgeforschung im Mobilfunk bis 2005 insgesamt 8,5 Millionen Euro bereit, die Mobilfunknetzbetreiber geben noch einmal den gleichen Beitrag dazu.

Geleitet wird das Forschungsprogramm vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Die Strahlenschutzkommission des Bundes (SSK) hatte laut Umweltministerium bereits vor zwei Jahren festgestellt, dass es nach der neueren wissenschaftlichen Literatur unterhalb der geltenden Grenzwerte keinen Nachweis für Gesundheitsbeeinträchtigungen gibt. Damit sei bestätigt worden, dass die geltenden Grenzen vor Gesundheitsgefahren ausreichend schützten.

Die SSK habe jedoch auf einzelne Studien verwiesen, die „biologische Wirkungen“ unterhalb der Werte beschrieben. Diese Ergebnisse seien aber in weiteren unabhängigen Untersuchungen nicht bestätigt worden. Die Kommission hält es deshalb für notwendig, die Kenntnisse über Gesundheitsbeeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder weiter zu erforschen.

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1 Kommentar zu Mobilfunk-Gesundheitsrisiken werden erforscht

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  • Am 27. September 2003 um 0:22 von Sophie Schulz

    Gesundheitsrisiken Mobilfunk
    Unbedingt müssen weiter Studien durchgeführt werden, vor allem sollten Verfahren vorliegen, in dem Einwirkungen auf Kinder und Säuglinge untersucht werden, da diese besonders auf Strahlungen reagieren.

    Ich finde es bedenklich, wenn öffentlich Bedenken geäußert werden gegen diese Technologie und dann Unbedenklichkeits-Studien her müssen (wer hat die bezahlt), damit Betreiber und alle kommerziell Beteiligten ein "gutes Gewissen" verschaffen.

    Mein Kind ist mit 13 Monaten an akuter Leukämie erkrankt, musste 2 Jahre Chemotherapie am Stück machen und hat es hoffentlich, nachdem es nun 7 Jahre ist, geschafft.

    Immer wieder kommt die diffuse Ungewißheit und Angst auf, welche Einflüsse wir unseren Kindern zumuten dürfen und ob wir uns der Verantwortung bewußt sind, dass Technologien Menschen nützen und nicht langfristig schaden sollen.

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