Infineon-Aktien geben nach Verkaufsempfehlung nach

Papiere verlieren knapp vier Prozent

Die Aktien von Infineon haben am Donnerstag gegen den Trend deutlich nachgegeben. Eine Herunterstufung des europäischen Halbleitersektors durch Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW) und eine Verkaufsempfehlung des US-Investmenthauses Merrill Lynch drückten die Aktien um 3,8 Prozent auf ein vorläufiges Tagestief von 11,95 Euro. Positive Nachrichten gab es lediglich von Goldman Sachs, deren Analysten nach dem unerwartet guten Zwischenbericht von Infineon-Konkurrent Micron ihre Ergebnisschätzung je Aktie für Infineon erhöhten.

Nach Angaben von Händlern nahmen die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein ihre Empfehlung für den europäischen Halbleiter-Sektor auf „neutral“ von „overweight“ zurück. Die Analysten von Merrill Lynch stuften Infineon auf „sell“ von „neutral“. Weitere Einzelheiten teilte das Investmenthaus zunächst nicht mit. Zusammen mit der Herunterstufung für den ganzen Sektor habe dies den Infineon-Aktien geschadet, sagten Händler.

Die Analysten von Goldman Sachs erhöhten dagegen ihre Prognose für das Ergebnis je Aktie für das laufende und das nächste Jahr. Die Analysten begründeten dies mit dem Zwischenbericht von Infineon-Konkurrent Micron am Vorabend. Im vierten Quartal ihres Geschäftsjahres 2002/03 war der Nettoverlust des US-Konzerns auf 123 Millionen Dollar oder 20 Cent je Aktie von 586,5 Millionen Dollar oder 97 Cent je Aktie gefallen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 25 Cent je Aktie gerechnet. Der Micron-Umsatz stieg auf 888,5 Millionen Dollar von 748 Millionen Dollar vor einem Jahr. Für 2003 erwartet Goldmann nun für Infineon einen geringeren Verlust je Aktie von 42 Cent als bisher von 45 Cent. Zugleich hoben die Analysten die Prognose für 2004 auf 41 Cent von bisher 36 Cent an. Goldman Sachs hatte allerdings erst vor einer Woche insgesamt einen negativen Kommentar zu den Aussichten der Branche gegeben.

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