US-Unternehmen entwickelt CD mit eingebautem Kopierschutz

Firmenchef: Neue Technologie an Bertelsmann verkauft

Ein US-Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine CD mit eingebautem Schutz gegen Raubkopien und deren Verbreitung übers Internet entwickelt. Die neue Technologie sei bereits an den Branchenriesen Bertelsmann Music Group verkauft worden, sagte der Chef der Firma SunnComm Technologies, William Whitmore, am Mittwoch.

Mit weiteren Unternehmen werde verhandelt. Die neu entwickelte CD biete zwei Schutzmechanismen gegen Musikpiraterie im Internet: Die Silberscheiben könnten nur in CD-Spielern, nicht jedoch in Computern abgespielt werden. Zudem könne der Inhalt zwar auf einen Computer heruntergeladen werden, jedoch nicht übers Internet weitergegeben werden. Der Firmenchef sagte nicht, zu welchem Preis die neue Technologie verkauft wird.

Die erste Musik-CD mit dem neuen Schutz sei am Dienstag in den Handel gekommen. Im Kampf gegen die Online-Piraterie hatte die US-Musikindustrie kürzlich private Internetnutzer ins Visier genommen. Wegen des illegalen Tauschs von Songs per Internet reichte der Branchenverband RIAA vor zwei Wochen 261 Klagen ein. Die Angeklagten hatten laut Klageschrift durchschnittlich rund tausend Titel über Tauschbörsen wie Kazaa, Grokster und iMesh ausgetauscht.

Vor zwei Jahren hatte die RIAA die Schließung der populären Tauschbörse Napster erwirkt. Bei Netzwerken wie Kazaa und iMesh ist dies nicht möglich, weil keine zentrale Datenbank mehr existiert, sondern die Nutzer ihre Musikstücke direkt untereinander tauschen.

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6 Kommentare zu US-Unternehmen entwickelt CD mit eingebautem Kopierschutz

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  • Am 25. September 2003 um 9:48 von Roland

    So ein Quatsch
    So so, da gibt’s also wieder mal ein neues Kopierschutzverfahren. Schön für den ‚Erfinder‘, bringt ihm sicher viel Kohle ein.

    Nur, was soll’s? Mal abgesehen davon dass sich über kurz oder lang jeder Kopierschutz knacken läßt, es gibt noch immer die gute, alte 1:1 analog-Kopiermethode. Damit haben wir in den 60-ern schon die Beatles- und Stones-LP’s auf Tonband kopiert.

    Also, liebe Musikindustrie, investiert Euer Geld lieber anders; laßt Euch was einfallen wie Ihr bessere Musik zu günstigen Preisen auf zeitgemäße Art vertreiben könnt. Gute Ansätze gibt es ja schon.

    • Am 25. September 2003 um 10:13 von Devil-R

      AW: So ein Quatsch
      100%ige Zustimmung!
      max 10,– Euro für Musik CD
      max 15,– Euro für DVD (ist eh nur "Nachvermarktung")

      mfg
      Devil-R

    • Am 25. September 2003 um 19:32 von P

      AW: So ein Quatsch
      Wozu analog? Ein vernünftiger CD-Player hat einen digitalen Ausgang, und wer eine Soundkarte mit digitalem Eingang hat, kann von dem CD-Player digital überspielen, das kann kein Kopierschutz verhindern.

  • Am 25. September 2003 um 11:14 von Squark

    *rofl*
    Ich lach mich noch tot über die MI!! Na wartet nur. Wenn das passiert, dann verklag ich euch aber!! *lol*

  • Am 25. September 2003 um 11:37 von Thomas Graffweg

    Hmmm…was die CD-Player Besitzer dazu sagen werden….lol
    Naja…da immer mehr DVD/CD-Rom Laufwerke (zumindest die Mechanik, aber teilweise auch die Elektronik) auch in DVD/CD-Playern verbaut werden, wird das wohl so ein, zwei Probleme aufwerfen, oder? :)

    • Am 25. September 2003 um 16:22 von Marcin

      AW: Hmmm…was die CD-Player Besitzer dazu sagen werden….lol
      … und gleich dazu ein realitäts-nahes Beispiel: mein DVD-Player ist an die Musikanlage (Tuner, Verstärker usw. ohne CD Player) angeschlossen. Soll das jetzt heißen, ich muss doch noch extra einen CD-Player kaufen, nur um kopiergeschützte CDs hören zu können?

      Und dann wundert sich die Musikindustrie, dass leute vermehrt zu Tauschbörsen greifen? Liebe RIAA und die dahinter: Lasst euch etwas neues FÜR den Kunden einfallen – nicht GEGEN ihn!

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