BA läßt nicht locker

Der "virtuelle Arbeitsmarkt" bringe Vorteile für alle - auch für die privaten Stellenmärkte im Internet. Diese bezweifeln dies jedoch.

Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) steht nach eigenen Angaben Kooperationen mit den Online-Stellenmärkten von Zeitungen und Zeitschriften sowie den insgesamt rund 400 Internet-Jobbörsen weiterhin aufgeschlossen gegenüber. Das für Dezember geplante neue Serviceportal der BA verstehe sich als sinnvolle Ergänzung zu den Angeboten der Privaten.

Vor wenigen Tagen war ein Gipfelgespräch über eine Zusammenarbeit zwischen den professionellen Online-Stellenmärkten und dem neu gestalteten „Virtuellen Arbeitsmarkt“ (VAM) der BA ergebnislos abgebrochen worden. „Die BA will sich in den Markt der Vermittlung wechselwilliger Fach- und Führungskräfte drängen und sich zum Nachteil der professionellen Anbieter profilieren“, erklärten die Geschäftsführer von vier Online-Stellenmärkten – Christopher Funk (Jobpilot), Kai Deininger (Monster), Harald Lenz (Jobscout24) und Ralf Baumann (Stepstone), nachdem sie sich mit BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt in Nürnberg getroffen hatten.

Die BA hatte zuvor erklärt, dass man mittels eines „Job-Roboters“ die Arbeitsämter das Internet auf der Suche nach freien Stellen durchkämmen wolle. Die neue Suchmaschine soll den Arbeitsvermittlern Zugang zu allen Stellenangeboten verschaffen, die Firmen im Internet anbieten. Die Software wird bereits seit kurzem in 15 Arbeitsämtern in Berlin (5), Duisburg, Düsseldorf, Essen, Kiel, Krefeld, Mönchengladbach, Nürnberg, Oberhausen, Solingen und Wuppertal getestet. Nach der Testphase soll der Job-Roboter ab Dezember 2003 in das neue Service-Portal der Bundesanstalt, den „Virtuellen Arbeitsmarkt“, integriert werden.

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1 Kommentar zu BA läßt nicht locker

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  • Am 2. November 2003 um 17:30 von Klaus Kluge

    Finde ich gut …
    … das die BA so etwas einrichtet. Kann dann ja jeder Bürger in den Internetcentern beim AA einen Job aus allen Ecken der Republik finden.

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