Sun und Siebel machen gemeinsame Sache

Der gemeinsame Feind in Redmond eint sie: Langjähriges Entwicklungsabkommen unterzeichnet

Sun Microsystems und CRM-Spezialist Siebel Systems wollen künftig gemeinsame Sache machen. Beide Konzerne eint der gemeinsame Erzrivale mit Sitz in Redmond. Microsoft steht bekanntlich mit seiner CRM-Suite in den Startlöchern, in der Branche für unternehmensrelevante Software erwartet man mit Bangen den Eintritt des Giganten.

Lokalisierte Versionen von Microsoft CRM sollen Ende des Kalenderjahres 2003 in mehr als 20 Ländern und neun Sprachen erhältlich sein. In Deutschland werde das Produkt voraussichtlich ab Anfang Dezember vertrieben. Unter diesen Vorzeichen kommt der Pakt zwischen Sun und Siebel keine Minute zu früh.

Das eben unterzeichnete Abkommen soll einerseits Sun den Weg in die betriebswirtschaftliche Standartsoftware ebnen, andererseits das Standing von Siebel gegenüber dem kommenden Mitbewerber verbessern. Beide Unternehmen nennen eine Reihe von Vereinbarungen, die das Abkommen enthält.

  • Grundsätzlich sieht der Vertrag vor, die Leistung der Siebel E-Business Anwendungen zu erweitern, die auf Solaris, Operating Environment (OS) und auf den wichtigsten Sun One-Softwareprodukten laufen.
  • Die Entwicklung von Siebel E-Business Anwendungen und Sun One Software soll gemeinsam betrieben werden. So entstehe eine offene und integrierbare Softwareplattform für die Entwicklung und Nutzung von Java-Web Services. Den Kunden versprechen Sun und Siebel dadurch „mehr Stabilität, eine schnellere Entwicklung und geringere Implementierungskosten“.
  • Die mit einer mehrjährigen Laufzeit vereinbarte Zusammenarbeit schließe den Support für den neuen Sun Cluster 3.0 High Availability (HA) Agent mit ein. Dieser soll Siebel-Kunden einen „höheren Grad an Verfügbarkeit“ durch eine schnellere Recovery Time mit Stand-by-Datenbanken sowie vereinfachtes Management mit der Sun Plex-Umgebung ermöglichen. Gleichzeitig reduziere die Software-Integration die Kosten für die Gesamtinstallation und die Service-Levels.
  • Die Vereinbarung enthalte von seiten Siebels die Validierung des Sun One Identity Servers 6.0 mit Siebel 7.5. Dies führe zu einer besseren Integration und sichere den Zugang zu Web-basierten Ressourcen.
  • Zusätzlich arbeiten Sun und Siebel nach eigenen Angaben daran, die Sun One Portal Server 6.0 mit Siebel Employee Relationship Management (ERM) 7.5 zu validieren.

Erwartungsgemäß äußerten sich beide Firmenchefs enthusiastisch über das Zustandekommen sowie die Aussichten des Abkommens. Thomas Siebel, Gründer, Chairman and Chief Executive Officer von Siebel Systems etwa erklärte: „Viele unserer Kunden setzen auf Siebel-Applikationen plus Sun-Infrastruktur. Mit diesem Abkommen woollen wir sicherstellen, dass sie ihre Investitionen schnellstmöglich auszahlen.“ Scott McNealy, Chairman, President and CEO von Sun Microsystems sagte: „Die Kunden müssen sich nun nicht mehr mit der Integration von Sun One-Software und Siebel E-Business-Applikationen aufhalten — wir haben das bereits für sie erledigt.“

Themenseiten: IT-Business, Strategien

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Sun und Siebel machen gemeinsame Sache

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *