14 neue Klagen gegen einstigen Neuer Markt-Star Comroad

Grund für die Klagen sind nach wie vor Falschmeldungen des Unternehmens in den Jahren 1998 bis 2001

Die Münchener Anlegeranwältin Daniela Bergdolt hat 14 weitere Schadensersatzklagen von insgesamt 200 Anlegern des Telematik-Unternehmens Comroad angekündigt. Grund für die Klagen, die beim Frankfurter Landgericht eingereicht würden, seien Falschmeldungen des Unternehmens in den Jahren 1998 bis 2001, erklärte Bergdolt, die auch Landesgeschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Bayern ist, am Freitag in München. Comroad werde so genannte sittenwidrige Schädigung zur Last gelegt, die im Gegensatz zu Prospekthaftungsansprüchen nicht verjährt sei. Ein Volumen der Schadensersatzansprüche wurde nicht genannt, Bergdolts Kanzlei war am Freitagnachmittag nicht zu erreichen.

Comroad gehörte früher zu den Vorzeigeunternehmen des Neuen Marktes. Der Untergang der Gesellschaft begann, als Medien aufdeckten, dass Firmengründer Bodo Schnabel seit 1998 die Umsätze fast komplett erfunden hatte. Der langjährige Vorstandschef war daraufhin im November in München wegen Betrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Die Comroad-Aktie, die in ihren besten Zeiten einmal über 60 Euro wert gewesen war, notiert derzeit noch bei 35 Cent.

Bereits im Mai hatte das Frankfurter Landgericht einem Anleger 7500 Euro Schadensersatz zugesprochen und damit erstmal einer entsprechenden Klage stattgegeben (Az.: 3-7 O 47/02). Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

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