Abmahung wegen dem Begriff „Telekom“

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Die Rechtsabteilung der Deutschen Telekom mahnt nach Aussagen von „News-Cologne“ in einer groß angelegten Aktion eine Vielzahl von Firmen und Privatleute ab, die in ihren Firmenbezeichnungen oder Domainnamen den Begriff „Telekom“ verwenden. „Dabei hat es die Deutsche Telekom aber nicht nur auf Firmen abgesehen, die sich in der Telekommunikationsbranche betätigen, sondern auch auf branchenfremde Unternehmen und Privatleute“, kritisierte Andreas Klein von News-Cologne. So sei sein Medienunternehmen abgemahnt worden, weil es unter telekomstore.info eine Weiterleitung auf das eigene News-Portal news-cologne.de eingerichtet hatte.

Innerhalb dieses Portal gäbe es eine Rubrik „Computer & Telekommunikation“, auf die direkt über die Domain von Telekomstore verlinkt wurde. „Hierbei haben die Rechtsanwälte der Deutschen Telekom es als ‚Verstoß gegen die guten Sitten im Wettbewerb‘ gewertet, dass der Werbepartner in dieser Rubrik die Firma ‚ProMarkt‘ ist, von der auch Telekommunikationsprodukte vertrieben werden“, führt Klein weiter aus. In ähnlicher Weise sei die Telekom auch gegen Privatpersonen vorgegangen, die auf ihren Webseiten eine Rubrik „Telekom“ eingerichtet hätten mit dem Werbebanner eines Händlers von Telekommunikationsprodukten oder -dienstleistungen.

Die Deutsche Telekom beziehe sich bei der Abmahnung auf ein im Frühjahr 1997 erstelltes Gutachten, in dem eine Verkehrsbekanntheit der Bezeichnung „Telekom“ von 84 Prozent festgestellt worden sei. Weiter heißt es in der Abmahnung: „Das bedeutet, dass 84 Prozent der Verbraucher bereits vor fünf Jahren die Bezeichnung ‚Telekom‘ kannten und ausschließlich unserer Mandantin zuordneten.“ Das wird von Rechtsexperten in Frage gestellt: „Die Deutsche Telekom hat zu einem Zeitpunkt, als diese noch Monopolistin war, eine Umfrage erhoben. Das Ergebnis ist mit diesem Hintergrund mehr als verständlich, es gab ja keine anderen Anbieter. Heute wäre der Schutz des Begriffes ‚Telekom‘ für die Deutsche Telekom AG ungleich schwerer, wenn nicht sogar unmöglich. Denn mittlerweile ist das ein gängiger Begriff des täglichen Sprachgebrauchs“, so der Berliner Rechtsanwalt Niko Härting.

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6 Kommentare zu Abmahung wegen dem Begriff „Telekom“

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  • Am 22. August 2003 um 10:03 von Andreas Spengler

    Autsch: Es heißt "wegen des Begriffs"… ;-)

  • Am 22. August 2003 um 19:32 von weissnix

    tolle idee
    wieder einmal eine "tolle" Idee eines Teledum-Managers, die, ob wir wollen oder nicht in Ihrem überbezahlten Sessel auch noch mitfinazieren. Immer nach dem Motto "wenn wir nichts haben…haben wir eine Idee"

  • Am 22. August 2003 um 20:21 von pumuckl

    Warum nicht alles mit "Tele" abmahnen?
    Die Deutsche Telekom ist eigentlich zu bescheiden. Warum mahnt sie nicht alle Firmen ab, die die Buchstabenfolge "Tele" nutzen. Immerhin hat die Telekom eine so gewaltige Bedeutung, das sie neben der Farbe Schwulen-Magneta offensichtlich auch allgemeine Sprachfragmente als eigene Schöpfung für sich reklamieren kann.

    • Am 25. August 2003 um 12:30 von hurricane

      AW: Warum nicht alles mit "Tele" abmahnen?
      Weil die schon versucht haben, alles mit "T" abzumahnen!

      Kein witz! Eichfach mal danach googlen…

  • Am 24. August 2003 um 15:19 von Thomas

    So ein Schwachsinn,
    kann doch echt nur die Tele*** verzapfen.Und finde es wie im Kindergar*en den Namen so zu schü*zen. Da müss*e man die Deu*sche Bank ja auch verklagen, weil sie ja das Wor* "Deu*sche" in ihrem Firmennamen ha*, genauso wie die Tele***. Bald fehl* sicherlich auch das T in unserem al*en Alphabe*, und die kleinen Kinder in der Grundschule werden gleich darauf hingewiesen das es straflich ist, dieses T ins He*t zu schreiben. Das bes*e wäre über die ganze *ele*** einen Pipser zu legen.
    Also so viel zum größ*en *elekommunika*ionskonzern in der Bundesrepublik Deu*schland.

    Hoffe ich werde nicht verklagt aufgrund des großen T´s in diesem Artikel.

    Ich würde mich an der Stelle der *elekom mehr an den Verbraucher wenden ans*a** so viel geld für Namensrech*liche und We**bewerbsbe*reffende Probleme zu verschwenden. So zahlen wir wahrscheinlich 1 Euro mehr, wenn wir Überweisen wollen, nur weil die *ele*** noch mehr Geld brauch* um solche Lapalien zu begleichen.

    Mfg Struzel

  • Am 25. August 2003 um 5:20 von Thomas

    So lässt sich auch Geld machen …. wenn man in der Kreide steht
    Wie kann ein angeschlagenes Unternehmen zu Geld kommen ….. mit Verklagen !!!!

    Warten wir mal … vielleicht verklagen die auch die österreichische Telekom, da die ja auch den Namen verwendet ……

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