Siemens investiert in Brasilien

Handy-Forschung soll mit mehr als 110 Millionen Dollar vorangetrieben werden

Die zuletzt wegen des erneuten Abbaus von Arbeitsplätzen in die Schlagzeilen geratene Mobilfunksparte des Siemens-Konzerns will in Brasilien einen weltweiten Forschungs- und Entwicklungsstandort aufbauen. „Der lateinamerikanische Markt ist für Siemens äußerst viel versprechend und wir sehen Brasilien in der Rolle des Zugpferds“, erklärte Siemens Mobile Bereichsvorstand Joe Kaeser am Donnerstag in München.

Insgesamt würden innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als 110 Millionen Dollar (rund 100 Millionen Euro) in Forschung und Entwicklung (F&E) des Handygeschäfts in Brasilien gesteckt. Der größte Teil der Investitionen solle in ein F&E-Zentrum in Manaus fließen. Hier werde die Mitarbeiterzahl bis Ende 2004 um 60 auf dann 200 aufgestockt.

Bislang verfügt Siemens nach eigenen Angaben im Handybereich über F&E-Standorte in Deutschland, Dänemark, China und den USA. Der Münchener Traditionskonzern sieht sich in Brasilien als Marktführer bei GSM-Mobiltelefonen und -netzen.

Die Siemens-Mobilfunksparte ICM leidet seit längerem unter der Investitionszurückhaltung der Kunden, hohem Preisverfall und Überkapazitäten. Erst Ende Juli hatte ICM-Chef Rudi Lamprecht angekündigt, nochmals 2300 Jobs zu streichen und bis Ende 2004 eine weitere Milliarde Euro einsparen zu wollen. Der Bereich hat in den vergangen Jahren bereits zwei Kostensenkungsprogramme vorgenommen, in deren Rahmen insgesamt 4000 Stellen abgebaut wurden.

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