Angeblich erstes Baby von Internet-Samenlieferdienst geboren

Britische Behörde warnt vor Gebrauch von Online-Sperma

Nach Angaben des britischen Samen-Lieferdienstes Man Not Included (Männer ausgeschlossen) ist erstmals ein Baby geboren worden, das mit im Internet bestelltem Sperma gezeugt wurde. Der kleine Junge sei im Südosten des Landes zur Welt gekommen, erklärte der Betreiber des Internetdienstes, John Gonzalez, am Dienstag. Mutter und Kind seien wohlauf.

Die Geburt sei eine „fantastische Nachricht“ und gehe unmittelbar auf die „bahnbrechende“ neue Dienstleistung zurück. Derzeit seien 19 weitere Kundinnen von Man Not Included schwanger.

Das Internetangebot richtet sich vornehmlich an lesbische Paare und alleinstehende Frauen. Die britische Behörde für Menschliche Befruchtung und Embryologiewarnte vor dem Gebrauch von Sperma, das per Internet bestellt werden kann. Frauen, die solchen Samen zur Befruchtung verwendeten, sollten unbedingt darauf achten, dass er den geltenden Standards entsprechend untersucht worden sei, sagte HFEA-Vorsitzende Suzi Leather. Bei nicht zertifizierten Samenspendern könne die Behörde keine Garantie für „gute Labormethoden und sichere Tests“ übernehmen.

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4 Kommentare zu Angeblich erstes Baby von Internet-Samenlieferdienst geboren

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  • Am 21. August 2003 um 7:04 von Stefan

    Kinder sind doch keine Ware
    Wie tief ist denn die Menschheit bereits gesunken? Diese Dienste preisen Samen an, als wären es Samen für Obst oder Gemüse. Aber es geht hier um Menschen! Man kann doch damit nicht machen was man will! Ich stelle mir vor, wie dieses Kind ihre Mutter einmal nach ihrem Vater fragt und mit Schrecken feststellen muss, dass da überhaupt keine Liebe vorhanden war.
    Studien zeigten, dass die Anwesenheit eines Vaters bei der Befruchtung, einen entscheidenden Einfluss auf die spätere Psyche des Kindes haben.
    Mich machen solche Meldungen ziemlich traurig.

    Gruss Stefan

    • Am 21. August 2003 um 10:30 von Bummi

      AW: Kinder sind doch keine Ware
      Tag!
      Also, erstensmla: Da gehts um Samen nicht um Kinder! Menschenhandel ist nach wie vor verboten.
      2.: Was macht das für einen Unterschied, ob der Vater des Kindes überhauptnicht vorhanden war(in einer Beziehung zur Mutter meine ich) oder ob er die Frau besprungen ist und sich dann verdünnisiert hat?! In beiden Fällen bekommt das Kind nix vom Vater mit. Im zweiten Fall wärs denke ich noch schlimmer, weil wenn die Mutter später zum Kind sagen muß: "Dein Vater war ein fieses Ars..loch", wärs weniger angenehm als wenn Mami sagen würde: "Du Schatz, Dein Papi war ein Reagenzglas!" ;-)

      bis die Tage

    • Am 22. August 2003 um 7:00 von Stefan

      AW: AW: Kinder sind doch keine Ware
      Tag
      Ja, es geht um Samen nicht um Kinder, das stimmt.
      Mit Deinem Vergleich, was schlimmer für das Kind wäre, bin ich aber nicht einverstanden. Für die meisten ist es ein grosses Bedürfnis den eigenen Vater zu kennen. Denn es kommt sehr oft vor, dass solche Kinder ihren Vater suchen gehen. Bei solchen Datenbanken ist das aber nicht mehr möglich, da die Herkunft meistens nicht herausgegeben wird.

      schönen Tag noch

      • Am 14. Januar 2009 um 16:42 von Bito

        AW: AW: AW: Kinder sind doch keine Ware
        Tach zusammen,
        ich kannte mal eine Frau, die sich von ihrem Lover getrennt hat, weil der kein Kind mit ihr haben wollte. Dann ließ sie sich von einem "guten Freund" ein hübsches Zwillings-Pärchen machen, nachdem er für alle Zeiten vertraglich zugesichert hatte, niemals (!) mit diesen Kindern irgendwie in Kontakt zu treten. Seither war sie wieder auf der Suche nach einem "Partner". Nach dieser Information habe ich den Kontakt zu jener Frau abgebrochen: Wer Männer derart verarscht, braucht meine Zuneigung nicht.
        Soviel zum Thema Frauen und Sensibilität.

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