Neues Kapital: Onventis auf der Jagd nach Mittelständlern

Die Stuttgarter Onventis GmbH ist auf der Jagd nach Mittelständlern ohne eigenen elektronischen Einkauf. Trotz des schleppenden ASP-Markts in Deutschland hat die 35 Mitarbeiter zählende Firma im Winterquartal 2002 erstmals die Gewinnschwelle erreicht.

Die meisten Firmen können nicht einmal einsehen, dass elektronische Beschaffung nützt oder dass Anwendungen bei einem Application Service Provider (ASP) gut aufgehoben sind. Beides zusammen bildet jedoch das Geschäftsmodell von Onventis. Deren Anteilseigner haben nun eine Kapitalerhöhung vorgenommen, mit der das Unternehmen wachsen will.

Die Stuttgarter Onventis GmbH, die Raimund Schlotmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, als Procurement Service Provider bezeichnet, ist im November 2000 gegründet worden. Trotz des schleppenden ASP-Markts in Deutschland hat die 35 Mitarbeiter zählende Firma im Winterquartal 2002 erstmals die Gewinnschwelle erreicht. Der Geschäftsführer kommentiert: „Wir rudern in dem Schlammteich und jammern nicht nach einem klaren, schnellen Gewässern.“

Jetzt allerdings konnten die Onventis-Manager ihre bisherigen Kapitalgeber, die SAP AG und die 3i GmbH, von einer Kapitalerhöhung überzeugen und zugleich mit L-Eigenkapital Agentur (L-EA) der L-Bank Baden-Württemberg und Seed Ventures KG a. A. neue Gesellschafter gewinnen. Mit dem Geld soll das Wachstum Fahrt aufnehmen. Onventis plant eine ergänzende Produktlinie für eine neue Klientel und die Umstellung der Basistechnik.

Grundlage des Geschäfts bildet die hauseigene Software „Trade Core“, die es in den Ausprägungen „SRM“ und „Orderflow“ gibt. Im ersten Fall handelt es sich um Software für ein Supplier Realtionship Management (SRM) im ASP-Modus für mittlere und größere Firmen, im zweiten um eine ein Order- und Content-Routing Lösung etwa für den Einsatz in Handelsketten. Bis jetzt basiert die Software auf der Microsoft-Technik Active Server Pages , künftig auf das Dotnet-Framework, kündigt Schlotmann an. Ab Ende 2004 könne die Migration auf diese Plattform beginnen.

Außerdem soll sich die Produktpalette um „Standard Solutions“ erweitern. Darunter versteht Schlotmann vorkonfigurierte E-Procurement-Lösungen für den kleineren Mittelstand. Derzeit zählt das ASP-Unternehmen größere Mittelstandsfirmen zu seinen Kunden: Deichmann, Pharmaplace, Agip Deutschland, Schneekoppe/OTG, Vorwerk Elektrowerke, B. Braun Melsungen, Kayser und Nordwest Handel beispielsweise.

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