Vodafone verkauft Festnetzsparte in Japan

Britischer Telefonkonzern bekommt dafür 1,9 Milliarden Euro

Der britische Telefonkonzern Vodafone bekommt für den Verkauf seines Festnetzgeschäftes in Japan rund 260 Milliarden Yen (1,9 Milliarden Euro). Wie der US-Investmentfonds Ripplewood in Tokio mitteilte, will er die Vodafone-Tochter für diese Summe zusammen mit Partnern übernehmen. Dabei bringe Ripplewood 60 Milliarden Yen auf und andere Investoren 200 Milliarden Yen, sagte ein Sprecher. Die Übernahme steht demnach kurz vor dem Abschluss und kann wahrscheinlich noch in dieser Woche verkündet werden.

In Presseberichten wurde der Donnerstag als Termin genannt. Ein Sprecher von Japan Telecom Holdings, zu der das Festnetzgeschäft von Vodafone in Japan gehört, hatte im vergangenen Monat eine Entscheidung über den Verkauf im August angekündigt. Das Interesse von Ripplewood war bereits im Februar bestätigt worden. Zu den Angaben des Investmentfonds über den Kaufpreis wollte sich Japan Telecom nicht äußern.

Vodafone hatte Japan Telecom Ende 2001 übernommen. Da sich der der britische Konzern weltweit auf das Mobilfunkgeschäft konzentriert, war ein Verkauf der Festnetzsparte von Anfang an erwartet worden. Er wurde möglich, nachdem der Bereich nach massiven Kostensenkungen im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr einen Betriebsgewinn von 28,2 Milliarden Yen ausweisen konnte. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 37,7 Milliarden Yen angefallen.

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