Musikbranche startet im Herbst Internet-Angebot

Gebhardt will in Zukunft "noch konsequenter gegen illegale Musikangebote im Internet vorgehen"

Das Online-Angebot der deutschen Musikwirtschaft soll nach monatelangen Verzögerungen nun im Herbst starten, teilte der Bundesverband der Phongraphischen Wirtschaft am Donnerstag in Hamburg mit. Die Musik soll aber nicht auf einer einzelnen Web-Seite angeboten, sondern auch über die Seiten von Online-Händlern herunter geladen werden können. Partner für die technische Umsetzung des Projekts ist die Deutsche Telekom.

Die Branche reagiert mit dem Angebot auf kostenlose Musiktausch-Börsen wie Napster. Die Kunden können die herunter geladenen Stücke den Angaben zufolge über ihre Telekom-Rechnung, per Lastschrift sowie mit einer Guthaben- oder einer Kreditkarte bezahlen. Zu den Preisen wurden keine Angaben gemacht.

Der Vertrieb im Internet werde einen steigenden Teil der künftigen Umsätze bilden, erklärte der Vorsitzende der deutschen Phonowirtschaft, Gerd Gebhardt. Dies erfordere zwar enorme Anfangsinvestition, doch die Firmen seien zuversichtlich, mit dem Angebot in den kommenden Jahren auch ökonomisch erfolgreich zu sein. Dazu gehöre allerdings auch, „dass wir in Zukunft noch konsequenter gegen illegale Musikangebote im Internet vorgehen werden.“

Themenseiten: Business, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Musikbranche startet im Herbst Internet-Angebot

Kommentar hinzufügen
  • Am 14. August 2003 um 22:05 von der kunde

    mp3s von der industrie
    vor 25 jahren habe ich meine ersten schallplatten gekauft, großes schönes cover, meistens ein faltposter in der mitte (jaa die dinger konnte man aufklappen) 10,- bis maimal 16,- DM hat es gekostet UND ES WAREN IMMER NEU STÜCKE
    heute bekommt man für eine größere anzahl EUROS eine cd, die in der produktion billiger ist und auch billiger aufgenommen ist, faltposter fehlanzeige, DAFÜR SIND DIE TITEL GECOVERT das heisst diese einfallslosen eines richtigen instrumentes nicht mehr fähigen faulen säcke bentutzen einfach die alten sachen und mischen die neu. dafür soll ich nun auch noch freudestrahlend mein geld hinlegen. aber das schönste kommt ja noch: jetzt kommt die musikbörse der musikindustrie: gar keine cd cover mehr, es wird noch nicht einmal eine cd hergestellt, der ARSCH = ICH bezahlt 1. die musik, 2. den download, 3. den cd rohling, 4. den cd brenner. und wenn einer das ganze kontrolliert, was ja in diesem schlechten staat der steuerhinterzieher wirtschaftsverbrecher und internetbetrüger sebstverständlichkeit wird bin ich auch noch in beweispflicht. ohne mich, ich klopfe in zukunft mit dem kochlöffel auf den topf.

  • Am 15. August 2003 um 11:25 von Groj

    Längst überfällig
    Endlich ist die Musikindustrie mal auf den Trichter gekommen, Songs legal ins Netz zu stellen und für einen kleinen Beitrag zu verkaufen. Warum kommt diese Erkenntniss erst soooo spät? Warum bietet nicht jede Plattenfirma so etwas an? Teilweise ist das schon möglich, aber Deutschland hat’s mal wieder verpasst. Es könnte ja zu einfach sein ;-) Selbsternannte Experten der Musikindustrie haben wohl jahrelang diese einfache und effektive Möglichkeit verpennt. Herzlichen Glückwunsch. Euer Geld ist futsch…

    • Am 16. August 2003 um 12:47 von Thomas Rothe

      Abwarten …
      … und Preise checken ! Bei Popfile.de kam ein Song 99 cent. Bei ca. 15 – 20 Titeln pro CD + Downloadkosten, Rohling, Coverdruck etc. Rechnet mal selber !

  • Am 17. August 2003 um 9:51 von BT

    Ach nun doch schon ?
    Riesig, da haben die ja schnell reagiert. Warum bloß sind die eigentlich noch nicht Pleite. Wenn ich so schnell reagiere, wirf mein Boss mich seinen Hunden zum Fraß vor……..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *