Infineon sieht sich durch starken Euro und Preisdruck geschwächt

Unternehmen gibt sich für die Zukunft optimistisch, will aber keine konkreten Zahlen nennen

Infineon hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2003 einen Umsatz von 1,47 Milliarden Euro und einen Nettoverlust von 116 Millionen Euro erzielt. Damit hat das Unternehmen am frühen Dienstag morgen seinen neunten Verlust in Folge vermeldet.

Allerdings ist eine positive Tendenz zu erkennen: Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um elf Prozent. Der Verlust verbesserte sich um über 200 Millionen Euro – vor einem Jahr lag er noch bei 328 Millionen Euro.

„Die deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorquartal ist vor allem auf die gesteigerte Produktivität, weitere Kostensenkungen und die Tatsache zurueckzuführen, dass im Gegensatz zum Vorquartal keine nennenswerten Effekte aus Wertberichtigungen auf Lagerbestände wirksam wurden“, so das Unternehmen. Im Quartalsverlust seien Wertminderungen in Höhe von 68 Millionen Euro durch die teilweise Goodwill-Abschreibung der Beteiligung an Catamaran Communications enthalten.

Der Verlust pro Aktie lag im abgelaufenen Quartal bei 16 Cent – vor einem Jahr waren es noch elf Cent. „Wir sehen derzeit ein positiveres Marktumfeld, insbesondere im Speicherbereich“, kommentierte Vorstand Ulrich Schumacher die Zahlen. Das abgelaufene Quartal sei jedoch „äußerst schwierig aufgrund des ungünstigen Wechselkurses von Euro und Dollar sowie des weiterhin starken Preisdrucks“ gewesen. Ohne die Wertminderungen hätte der Nettoverlust 48 Millionen Euro betragen.

Der Gesamtumsatz lag laut den heute veröffentlichten Zahlen in den ersten neun Monaten des Geschaeftsjahres 2003 mit 4,4 Milliarden Euro um 22 Prozent über dem Gesamtumsatz von 3,6 Milliarden Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust sank leicht von 515 auf 484 Millionen Euro.

Für die Zukunft gibt sich Infineon verhalten positiv: „Im abgelaufenen Quartal zeichnete sich eine erste positive Marktentwicklung ab“, so das Unternehmen. Man sei optimistisch, dass sich die Nachfragesituation sowohl in den Logik-Segmenten als auch bei den Speicherprodukten in der zweiten Jahreshaelfte weiter verbessern werde. Konkrete Zahlen wollte das Unternehmen aber nicht nennen.

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