Caspian Networks setzt nach Europa über

Bill Krause, CEO von Caspian Networks, im Gespräch mit ZDNet über das neue Produkt, die Strategie sowie das neu eröffnete Büro in London

Bill Krause geht wieder an den Start. Nachdem er in den 80er Jahren als President und CEO von 3com eine bedeutende Wachstumsphase des Unternehmens begleitete und von September 1987 bis September 1993 als Vorsitzender des Aufsichtsrats tätig war, fungierte er zuletzt als CEO und President des Internet-Outsourcing-Anbieters Exodus Communications. Seit geraumer Zeit bastelt er an seiner neuen Firma Caspian Networks, die 1999 von Lawrence Roberts, dem Chief Technology Officer (CTO) des Unternehmens, gegründet wurde. Roberts ist als einer der Väter des Internet bekannt und gilt als Koryphäe auf dem Gebiet des Packet Switching und der Netzwerk Architektur. Die Zielgruppen sind Telekommunikations- Internet-Diensteanbieter, die eigene IP-Netzwerke betreiben.

Krause: Wir sprechen derzeit mit einer ganzen Reihe von Telekommunikationsfirmen aber auch Netzausrüstern vom Kaliber Siemens‘. Bitte verstehen Sie, dass ich noch keine konkreten Namen nennen kann – wir sind ein junges Unternehmen, wir haben den Apeiro gerade erst gelauncht, und die Implementierung in einer Firma dauert nochmals neun Monate – fragen Sie mich nach Referenzkunden also erst Ende des Jahres. Gerade unser neues Europa-Hauptquartier in London wird sich um Kunden aus den sich entwickelnden Telekommunikationsmärkten in Ost und Südosteuropa kümmern.

Krause räumt zudem zu Beginn des Gesprächs mit ZDNet ein, dass der Erfolg von Caspian in erster Linie am Zutreffen der Prognosen vieler Marktforscher hängt.


Bill Krause, CEO Caspian Networks

Krause: In den 70er Jahren begann die Entwicklung mit dem Arpanet – Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit einer noch wenig fortgeschrittenen Hardware (Interface Message Processors und Circuit Switches). In den 90er Jahren wurde die Veränderung des Internet durch das World Wide Web getrieben: Es kam zu einer besseren Verbindungsqualität durch IP-Router, vorwiegend hatte man es mit statischen Inhalten zu tun, Web-Browsing war das übliche Nutzerverhalten und Medien wie Audio/Video wurden wegen den Bandbreitenbeschränkungen und unvorhersagbar variierenden Paketlaufzeiten meist zwischengespeichert bevor sie abgespielt werden konnten.

ZDNet: Mit zunehmender Bandbreite ändert sich aber das Verhalten und die Ansprüche der Nutzer an das Netz.

Krause: Exakt. In 2010 wird die Veränderung des Internet durch neue Anforderungen an eine so genannte ‚Deterministic Quality of Service‘ getrieben werden – also die Vorhersagbarkeit/Garantie der Servicequalität. Es werden zunehmend Realtime, dynamische Inhalte über das Internet transportiert werden, beispielsweise für Multiplayer Online-Spiele, Streaming Media und geschäftskritische Anwendungen wie Telefonie über das Internet“, zeigte sich Krause überzeugt.

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