NEC bringt Chipsparte an die Börse

Japaner nehmen umgerechnet rund 1,17 Milliarden Euro ein

Mit der weltweiten Erholung der Aktienmärkte bringen immer mehr Unternehmen wieder Geschäftsteile an die Börse und erzielen daraus Milliardeneinnahmen. Am Montag nahm der japanische NEC-Konzern bei der Erstemission seiner Chip-Sparte nach eigenen Angaben umgerechnet rund 1,17 Milliarden Euro ein. Dies ist der bislang größte Börsengang in Japan in diesem Jahr.

Erst vergangenen Woche hatte der größte britische Telefonbuchverlag Yell ein erfolgreiches Börsendebüt hingelegt mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Pfund. Im Juni hatte auch der japanische Elektronikkonzern Seiko Epson Aktien im Wert von 1,1 Milliarden Dollar erfolgreich angeboten. Experten werteten die jüngste Entwicklung als Zeichen dafür, dass allmählich Vertrauen in die Märkte zurückkehrt. Nach dem Markteinbruch am Ende der 1990er Jahre hatte es kaum noch Aktien-Neuemissionen und Börsengänge gegeben.

Die Nachfrage sei vor allem von ausländischen Investoren gekommen, auf die rund 65 Prozent der 23,5 Millionen angebotenen neuen Aktien von NEC Electronics entfallen, teilte NEC Electronics mit. Die neuen Aktien sollen am 24. Juli erstmals an der Börse notiert werden. Der laut Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest sechstgrößte Halbleiterhersteller wird nach eigenem Bekunden voraussichtlich einen Anteil von 30 Prozent oder 37 Millionen Aktien zu je 4200 Yen am oberen Ende der Preisspanne anbieten. Wegen der starken Nachfrage plant auch der Mutterkonzern NEC den Verkauf von 13,5 Millionen Aktien.

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