Nach Torvalds heuert auch Morton beim OSDL an

Lab mit Sitz in Oregon will zum Mittelpunkt des Linux-Universums werden

Nur wenige Tage nachdem Linus Torvalds seinen Eintritt in das Open-Source Development Lab (OSDL) mitgeteilt hat, ist ihm mit Andrew Morton ein weiterer Top-Programmierer aus dem Linux-Lager gefolgt. Morton ist verantwortlich für die noch für diese Woche angekündigte Version 2.6 des Kernel. Er behält jedoch seinen Job als Cheftechniker beim Spezialisten für Set-top-Boxen Digeo.

Der prominente Zuwachs belegt die Bedeutung des Beaverton, Oregon, angesiedelten Labs. Das OSDL war 2001 von namhaften Firmen wie Intel, HP, oder IBM sowie Linux-Distributoren wie Red Hat und Suse ins Leben gerufen worden. Es beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung und dem Testen von unternehmenskritischen Linux-Anwendungen. „Da haben sie sich zwei Schwergewichte an Bord geholt“, urteilte entsprechend der Red Monk-Analyst James Governor. „Das macht das ODSL noch mal so stark und einflussreich.“

„Wir wollen der Mittelpunkt des Linux-Universums werden“, erklärte unbescheiden OSDL-Chef Stuart Cohen. „Durch die Neuzugänge von Linus und Andrew werden wir noch mehr in die Community einzubringen versuchen.“ Gerade arbeite man an der Erweiterung der Riege der Unterstützer. Aktuell befinde man sich mit Sun, Oracle, Novell und SAP im Gespräch, so Cohen.

Torvalds hatte den Chiphersteller Transmeta Mitte vergangenen Monats verlassen. „Es fühlt sich komisch an, die Arbeit zu beenden, die ich nun seit zwölf Jahren mache“, so Torvalds. „Aber mit dem kommenden Release 2.6 erscheint es mir sinnvoll, mich ganz auf Linux zu konzentrieren.“ Neben Morton sind noch Alan Cox, Jeff Garzik, Greg Kroah-Hartman und David Miller für 2.6 verantwortlich. Torvalds selbst programmierte zuletzt noch weiter am Kernel 2.5 und will demnächst zur Arbeit an 2.7 übergehen.

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