Linux in München – Machbarkeitsstudie nun online

SPD-Stadtratsfraktion legt ihre Beweggründe für den Umstieg offen

Die 14.000 Computer der Stadtverwaltung München werden im kommenden Jahr mit Linux bespielt. Für die spektakuläre Aktion, die weltweit Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, schiebt nun die SPD-Stadtratsfraktion ihre Beweggründe nach. Sie hat die der Entscheidung zugrunde liegende Machbarkeitsstudie der Firma Unilog online gestellt.

Die Ratsversammlung der Stadt hatte Ende Mai mit ihrem Votum für das freie Betriebssystem Linux und Open Office dem weltgrößten Softwarekonzern einen Stich mitten ins Herz versetzt. Richard Seibt, Vorstandsvorsitzender von Suse, sprach sogar von einer historischen Entscheidung: „Was in der großen Weltpolitik der Fall der Berliner Mauer war, das wird dieses Votum in unserer Branche sein.“

CEO Steve Ballmer hatte für ein Gespräch mit dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) eigens seinen Urlaub in der Schweiz unterbrochen. Und Microsoft-Gründer Bill Gates hatte zum 20. Jahrestag der Gründung von Microsoft Deutschland noch nette Worte von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) gehört.

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4 Kommentare zu Linux in München – Machbarkeitsstudie nun online

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  • Am 27. Juni 2003 um 18:27 von Chris

    "Qualitative Entscheidung" ??? –> falsches Ergebnis !!!
    Zur Studie:
    – fängt neutral an
    – wird auf einmal Linux-Lastig ab den Szenarien
    (bestätigt daher vermuteten Dogma-Ansatz)

    Zum Ergebnis:
    – MS wäre das betriebswirtschaftlich kostengünstige Modell
    – MS hätte eine hohe Realisierungs-Wahrscheinlichkeit ohne größere Probleme
    – Linux kommt definitiv teurer
    – Linux gewährt angeblich "Unabhängigkeit"

    Zur Lösung:
    – alles falsch !!!

    Anstatt den Kunden (hier die Stadt München) richtig zu beraten um IT-Prozesse, Technik, Kosten und Organisation zu optimieren als *GESAMT-ANSATZ* wurde kleinlich, peinlich der Vergleich in Bezug des Client-OS sowie der Office-Suite geführt. Sub-Optimum statt Gesamt-Optimum.
    Denke aus den frühen 90ern !

    Wo sind die Standardisierungen (z.B. eine OS-Basis-Config, verschiedene Client-Klassen, ein SW-Installations-Tool, etc.) aus deren Mehrfach-Verwendung letztendlich der Stückpreis sinkt ?
    Wo is das zentrale Help-Desk ?
    Wo greift durch die integrale Betrachtung Client/Server/App und deren optimale Gestaltung und Zusammenspiel (z.B. mit einem gut gestylten Directory-Service kann viel Admin-Arbeit automatisiert und gespart werden) – und damit die Einspar-Potentiale ?

    Sorry, Ich bleibe dabei: FALSCHE ENTSCHEIDUNG, FALSCHES ERGEBNIS !

    Wenn man "Unabhängigkeit" als absolutes Entscheidungskriterium aufführt, dann hätte man alles selbst entwickeln müssen (Denke der 50er).

    Mag sein, daß bei einer Gesamt-Betrachtung immer noch Linux/OpenOffice obsiegt hätte – wir wissen es nicht, weil es nicht erarbeitet wurde !

    Die Aufgabe der Stadtverwaltung ist in meinen Augen, die Verwaltungsaufgaben so rationell und effizient wie nur möglich umzusetzen. Nicht die Möchte-Gern Politik und Schwerpunkte Einzelner oder von Parteien zu verfolgen.

    Hier zahlt der Bürger – für umsonst !!!
    Wie so oft.

    Wen kümmert´s in der Politik ? Die Damen und Herren haben ja ihre üppige Pension…

    • Am 30. Juni 2003 um 21:40 von kein Politiker

      AW: Qualitative Entscheidung??? — falsches Ergebnis !!!
      Ich stimme dir zu, die beschießenen Politiker haben ja genug Geld, also muss man zusehen das es auch möglichst bald wider weg ist!!!

  • Am 28. Juni 2003 um 18:02 von Stefan Kelter

    Linux in München
    Hoffentlich findet München bald bundes-, europa- und weltweit Nachahmer, damit das Quasimonopol von MS endlich endet. Denn dann wird Linux vielleicht auch bei Discountern mit dem PC ausgeliefert, der PC dadurch billiger und Linux auch für den Normaluser etwas normales.

  • Am 30. Juni 2003 um 8:01 von Stoeffu

    Kurzstudie – in der Tat
    In der Tat ist dies eine Kurstudie. Ich kann nur 10 Seiten lesen. Der Rest geht unter. Nun ist der Link auch nicht mehr aufrufbar. Anscheinend ist das Interesse zu gross. ;-)

    Trotzdem, das Wenige das ich lesen konnte, ist viel versprechend. Zumindest im Ansatz.

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