Mehr als jeder zweite Deutsche im Web

Zahl der Offliner sinkt auf 42,7 Prozent

Erstmals ist mehr als jeder zweite über 14 Jahren in Deutschland online: Laut einer neuen Studie von TNS Emnid ist die Zahl der Onliner um 5,4 Millionen auf insgesamt 32,1 Millionen Bundesbürger über 14 Jahre angestiegen. „Zählten im vergangenen Jahr noch 50,1 Prozent der Deutschen zu den Offlinern, also zu den Nicht-Nutzern des Internets ohne Beschaffungsabsicht, und 41,7 Prozent zu den Nutzern des Mediums, so hat sich das Verhältnis in diesem Jahr nahezu umgekehrt“, so die Analysten. Den 50,1 Prozent Onlinern stünden heute 42,7 Prozent Offliner gegenüber.

Vorwiegend sozial Schwächere, Personen mit niedrigerem Bildungsstand und ältere Menschen seien noch immer nicht online, so die Experten weiter. Jeder zweite Bundesbürger ohne Job nutze das Internet, was einer Steigerung um 17 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Onliner Atlas 2003, der für die Studie erstellt wurde, soll mit über 30.000 Interviews die „größte Studie zur Nutzung und Nicht-Nutzung des Internet“ in Deutschland sein. Besonders starken Zuwächse der Internet-Nutzung macht TNS Emnid in den neuen Bundesländern aus. Hier sei der Anteil der Internet-Nutzer von 37 auf 47 Prozent in 2003 gestiegen.

Das West-Ost-Gefälle der Internet-Nutzung, das 2002 noch deutlich ausgeprägt war, verschwimme damit zusehends. In einigen Regierungsbezirken Ostdeutschlands seien anteilsmäßig sogar mehr Bundesbürger online als in Teilen der alten Bundesländer.

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