Münchner OB zum Linux-Deal

Oberbürgermeister Ude wehrt sich gegen Anti-Amerikanismus

Der Oberbürgermeister der Stadt München hat im Rahmen seiner wöchentlich erscheinenden Kolumnen zum Linux-Deal Stellung bezogen. Hauptmotivation für die Entscheidung zugunsten des Open-Source-Betriebssystem Linux war demanch die Unabhängigkeit von einem einzigen Hersteller sowie die Entscheidungsfreiheit bei zukünftigen Produkt-Updates. „Die Stadt München soll sich für Open-Source-Produkte entscheiden, in Zukunft nicht mehr von einem einzigen Hersteller abhängig sein und künftig auch selbst entscheiden können, wann sie in welchem Umfang auf ein neues Betriebs- bzw. Office-System umsteigt.“, so Ude in seiner jüngsten Kolumne.

Auch gegen den von einigen Kritikern erhobenen Vorwurf des Anti-Amerikismus setzt sich Ude zur Wehr. Schließlich habe die Firma SUN ja eine ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung der Stadt zur Entscheidung pro Linux gratuliert. „Das Unternehmen Sun habe ich einmal mit einer Wirtschaftsdelegation besucht. Es hat seinen Sitz in Kalifornien, USA.“, so der OB.

Themenseiten: Business, Software

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

14 Kommentare zu Münchner OB zum Linux-Deal

Kommentar hinzufügen
  • Am 18. Juni 2003 um 17:18 von amerikaistok

    Ekelhaft, betrueblich, gefaehrlich die neue Weltreligion der Monopolanbeter
    Es ist schon traurig mit welchen perfiden Mitteln die religioese Anhaengerschaft des Grossmonopolisten auf alles einschlaegt was nicht dem ‚wahren Glauben‘ folgt.<br />
    <br />
    Also ist man automatisch antiamerikanisch wenn man nicht die Produkte einer Firma kauft, sondern dafuer die Dienstleistungen anderer amerikanischer Firmen und Software die von vielen amerikanischen Programmierern erstellt wurde. <br />
    Dieser Griff in die unterteste Lage der Mottenkiste spricht fuer sich selbst und sagt am meisten ueber die aus, die solche Aeusserungen machen.<br />
    <br />
    Ich fuer meinen Teil mag jedenfalls amerikanische Software und Amerika, weil es dort auch noch andere Produkte gibt, als die vom allergroessten Monopolisten aller Zeiten mit der groessten religoesen Anhaengerschaft die man je sehen konnte.

  • Am 18. Juni 2003 um 23:44 von pewe

    Wartet mal ab!
    Noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern! Die Lobbyisten sind in großer Anzahl unterwegs und werden sich nicht scheuen, hier und da auch ein paar Scheine zu überreichen, damit nicht geschieht, was nicht erwünscht ist!<br />
    <br />
    Wie war das noch? Wer gut schmiert, der gut fährt???

  • Am 19. Juni 2003 um 10:52 von TuNixMitUnix

    linux-fanatiker
    die wirklichen fanatiker sitzen zweifellos in der linux-fraktion. da wird glatt unterschlagen, dass durch die vielen bastelkönige, die sich da allein am kernel versuchen, am ende gar keiner mehr durchblickt, welche daten von linux an wen alles übertragen werden.<br />
    <br />
    wenn man zudem bedenkt, wieviele kernel-versionen zwischenzeitlich die linux-larry&acute;s auf die kisten ihrer kunden gedreht haben, fallen die servicepacks und patches von w2k dagegen kaum ins gewicht.<br />
    <br />
    ich kenne keinen so verlogenen haufen wie die sogenannte linux-community.

  • Am 19. Juni 2003 um 11:28 von Lars

    In was für einer Welt leben wir eigentlich???
    Jetzt wird man schon bald als Terrorist eingestuft, nur weil man keine amer. Produkte mehr kauft.<br />
    Irgendwo hört doch da der gesunde Menschenverstand auf.<br />
    Lasst du Münchener doch machen was sie wollen. Ob sie nun irgendeine Linuxdistri auf ihre Rechner ziehen oder Billy Boy’s M$-Produkte, oder meinetwegen auch noch OS/2 oder alle Rechner rauswerfen und sich überall MAC’s hinstellen.<br />
    Ist doch Münchens Entscheidung. Wenn sie meinen damit gut leben zu können ist es doch ok. Wofür leben wir schließlich in einer Demokratie? Warum kann die Opposition nicht mal eine Entscheidung anerkennen (egal ob gut oder nicht). Nein, es wird gleich so dermaßen unter der Gürtellinie gekontert. Das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit Politik zu tun.<br />
    Diesen sog. "Kritikern" sollte man mal gehörig die Meinung sagen oder mal ordentlich die Birne waschen, damit die wieder klar werden.<br />
    <br />
    So genug gelästert … <br />
    <br />
    so long ….

  • Am 19. Juni 2003 um 12:42 von Linuxoderwindowsistmirdochegal

    An den Autor der Meldung
    Wenn Sie mit der Überschrift ausdrücken wollen: "Oberbürgermeister Ude wehrt sich gegen _den Vorwurf des_ Anti-Amerikanismus", warum schreiben Sie das dann nicht?

  • Am 19. Juni 2003 um 12:51 von Torsten Clauß

    Windows, Windows überall ?
    "Windows und Microsoft überall und alles paßt und alles funktioniert".<br />
    Diesen Satz hört man des öfteren von sogenannten Spezialisten wenn irgendjemand in Ihr geheiligtes Windowsnetz einen ersten Linuxserver einbringen möchte.<br />
    Wir wissen alle aus leidvoller Erfahrung, daß diese Aussage so nicht stimmt.<br />
    <br />
    Die Zuverlässigkeit eines Netzes nimmt üblicherweise in dem Maße zu, indem der Microsoftanteil abnimmt. <br />
    Es muß nicht immer, der komplette Umstieg sein. <br />
    Schon kleine Schritte in Richtung Opensource oder Linux können eine enorm positive Wirkung auf die Gesamtzuverlässigkeit des eigenen DV-Systems haben.<br />
    <br />
    Kein Linuxanhänger hat etwas gegen einen direkten Wettbewerb der Systeme. Möge das für die Aufgabe jeweils beste System gewinnen.

  • Am 19. Juni 2003 um 17:13 von Matthias

    Irgendwie dumm ?
    1. Ist IBM einer der größten Linuxförderer ja wohl ein amerikanischer Konzern. Viele andere die in Linux involviert sind sind aus den USA, also erst mal Denken dann schreiben. Das gleiche gilt 2. auch für "TuNixMitUnix". Während MS erst nach großen Druck bereit ist, den Quellcode oder Teile davon oder auch gar nichts – so genau ist das wohl noch nicht entschieden – wenigstens denen zu zeigen, die bei eingebauten NSA-Doors echt Schwierigkeiten sähen, ist der Quellcode von Linux offen. Das heißt man kann Ihn sich ansehen und genau sehen, was unter Linux passiert. Es kann also keiner einmal schnell ein Backdoor in den Kernel einsetzen, ohne das die anderen es mitbekommen. Für den Otto Normalverbraucher, gibt es frei gegebene autorisierte Kernelversionen. Das dieser dann von jedem User auf seine Bedürfnisse angepasst werden kann ist wohl eher ein Vorteil. Der für jedermann offene Quellcode ist ein gewichtiges Argument für Entscheider in Positionen, denen es vorrangig um Sicherheit gehen muss. Darüber hinaus ist es dann auch so, dass man unter Linux eben nicht ein komplettes BS erneuern muss. Oft reicht auch ein Kernelupdate um neue Funktionen zu integrieren. Das ist dann wohl auch noch deutlich kostengünstiger als unter MS zu machen. <br />
    <br />
    MfG Matthias

  • Am 19. Juni 2003 um 21:38 von PalmDeveloper

    Microsoft am Ende
    Deswegen sag`ich auch:Microsoft muss langfristig der Boden für seine Monopolstellung entzogen werden!!

  • Am 21. Juni 2003 um 0:05 von Dre Name tut nichts zur Sache

    Windows/Linix ist Ansichtssache
    Es ist alles nur Ansichtssache!!!!<br />
    <br />
    Ich hatte die KNOPPIX CD ausprobiert und ich fand sie zum kotzen, da dachte ich mir da es daran liegt das es von CD läuft, habe mir SUSE Linux 8.1 auf meinem System drauf gezogen aber ich muss sagen ich fand es schon wieder zum kotzen. Wenn ich so großen Wert auf die Konsole legen würde dann würde ich doch sofort bei DOS bleiben benötigt keine 2GB Festplattenspeicher, und was die GUI angeht bzw. die Bedienung kann ich sagen die ist auch nicht viel besser. Ach ja und Red Hat hatte ich auch mal ausprobiert ist genau so scheiße.<br />
    <br />
    Und was die Sicherheit angeht.<br />
    <br />
    An jedem System muss gearbeitet werden, weder Linux noch Windows sind von Grund auf Sicher und Fehlerfrei.<br />
    <br />
    Für Linux gibt es auf andauernd Patches und Updates, also wer sagt das Linux von Grund aus sicher ist und Fehlerfrei der soll nicht so viel Scheiße von sich geben.<br />
    <br />
    Und nun zum Quellcode. Ein Otto-Normal-Verbraucher kennt sich mit Programmierung nicht aus, Microsoft könnte ihm den Quellcode auf einem Silbernen Tablett Servieren und er würde nichts davon verstehen. Und was die anderen User angeht, habt ihr schon mal was von Copyright gehört! In der Musik, Film und Software Industrie wird COPYRIGHT ganz GROSS geschrieben aber sobald Microsoft ins Spiel kommt wollen alle sofort an den Quellcode und das nur weil Linus Torvald mal eine blöde Idee hatte.<br />
    <br />
    Normale Menschen wollen ja auch nicht wissen wie ein Fernsehen funktioniert und sie wollen auch nicht wissen wie der Computer seine Daten zusammen bekommt oder wie eine CD/DVD aufgebaut ist (Datenverschlüsselung) also wozu muss der Quellcode offen gelegt werden.<br />
    <br />
    Mfg<br />
    Der Name tut nichts zur Sache

  • Am 21. Juni 2003 um 14:59 von Chris

    Unabhängigkeit als Entscheidungs-Motiv ?
    Wenn man Politiker und Beamte mit harten Fakten konfrontiert, dann kommen die natürlich ins Straucheln und Erklärungs-Not….so Hr. Ude.<br />
    <br />
    So ist das also: Unabhängigkeit von einem Hersteller war das Entscheidungs-Kriterium !<br />
    <br />
    Komisch: Ich dachte die kostengünstige Modernisierung der IT-Infrastruktur war die Problem-Stellung.<br />
    <br />
    Also, München meint, jetzt unabhängig von einem Hersteller zu werden, und dafür darf der Bürger extra Geld bezahlen. Schön dumm ! Macht weiter so!<br />
    <br />
    Die grundsätzliche Entscheidung einer IT-Plattform besteht nicht – oder nicht nur – in der Auswahl des OS und der Office-Suite, sondern vielmehr in der Gesamt-Betrachtung insbesondere der Applikationen, der Kosten sowie der anvisierten Nutzungszeit. In der Entscheidungsfindung fehlt mir das alles, daher kritisiere Ich die Entscheidung und das Ergebnis.<br />
    <br />
    Mag sein, daß ggf. die LINUX-Variante die kostengünstige ist. Das wissen wir aber nicht, weil das nicht erarbeitet wurde. Mag aber auch sein, daß die MS-Variante die bessere ist, auch das wissen wir nicht.<br />
    <br />
    Ich jedenfalls bin nicht bereit mehr Steuern zu bezahlen, nur weil Politiker einen Traum nachjagen. Die öffentliche Verwaltung soll ihren Job machen – nicht mehr und nicht weniger.<br />
    <br />
    Idealismus bitte privat ausleben !<br />
    <br />
    Gruß – Chris

  • Am 21. Juni 2003 um 15:56 von grigigrugi

    quellcode
    Natürlich interessiert der Quellcode niemanden, ausser, ja ausser vielleicht jenen, die da jenseits des Teiches sitzen, und die Empfänger verschiedenster Daten sind, anscheinend lassen sich die Buchstaben NSA sogar ableiten, aus dem Quellcode, den keiner kapiert, dass jedes Programm von MS bei nahezu unveränderter Leistung ständig mehr Speicherplatz benötigt, und alles auch noch Verbindung ins Web aufnehmen will ist sicher nur eine schiefe Optik, und hat keinesfalls mit Nebenaufgaben derer zu tun

  • Am 22. Juni 2003 um 23:47 von Objektiver

    Herstellerunabhängigkeit ist wichtig
    München kann nur gratuliert werden. Staatl. Einrichtungen können es sich nicht länger leisten, in völliger Abhängigkeit eines Herstellers von OS und Officepaketen, den Launen eines Monopolisten ausgesetzt zu sein.<br />
    Längerfristig wird die TCO günstiger ausfallen.<br />
    <br />
    Manche Teilnehmer dieser Diskussion fürchten wohl, dass ihr Computer(bild)-Wissen zukünftig nicht mehr ausreicht und sie sich mehr mit der Materie beschäftigen müssen als bisher.<br />
    <br />
    Zum Thema Desktop von Linuxsystemen muss man zugeben, dass MAC und WIN hier noch einen klaren Vorsprung zu verbuchen haben, der jedoch rasch schwinden wird.<br />
    <br />
    In der Gesamtbetrachtung aller Vor- u. Nachteile hat jedoch LINUX klar die Nase vorne. Die Möglichkeiten der individuellen Systemanpassung auf spezifizierte Einsatzgebiete sucht seinesgleichen und der schonende Umgang mit den Systemressourcen tut sein übriges.

  • Am 23. Juni 2003 um 10:07 von Fritz Blum

    zu Name tut nichts zur Sache
    es ist bezeichnend, dass einer der einen solchen Quatsch von sich gibt nicht einmal seinen Namen schreiben kann!<br />
    Fritz

  • Am 3. Juli 2003 um 21:13 von bj

    Stadt München Entscheidet sich für Linux
    Finde ich gut das jemand mal den Mut zur Gegenwehr hat und sich nicht Kuscht vor soviel Macht denn MS im Augenblick hat! Vor allem wenn es eine Behörde ist!! Grade die ist erpicht auf Kosteneinsparung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *