Mobilfunker verdrängen Banken beim M-Payment

Studie: Große Finanzhäuser haben schon aufgegeben

Vodafone und T-Mobile machen den etablierten Bankhäusern Konkurrenz: Die europäischen Mobilfunkunternehmen nehmen den Banken zunehmend Marktanteile bei der mobilen Zahlungsabwicklung (M-Payment) ab. Die von Vodafone, T-Mobile, Telefonica und Orange gegründete Allianz für das Bezahlen per Handy werde dem M-Commerce einen neuen Wachstumsschub geben, von dem die Banken kaum profitieren. So lautet eine Prognose von Mummert Consulting.

Die Banken haben deshalb wenig vom mobilen Zahlungsboom, weil die Zahlungsabwicklung dabei über die Telefonrechnung läuft. Ein weiterer Grund: Die Banken investierten durchschnittlich nur 2,2 Prozent ihrer Budgets in den Ausbau des M-Banking, so Mummert.

Nur jedes zweite Kreditinstitut wolle überhaupt noch in den Zahlungsverkehr investieren. Außerdem würden nur acht von hundert Banken damit rechnen, dass durch die Abwicklung von mobilen Zahlungsgeschäften Gewinne zu erzielen seien. Die vier Mobilfunkbetreiber würden dagegen genügend Kunden einbringen, um das mobile Zahlungsgeschäft rentabel betreiben zu können.

„Die Mobilfunker jagen mit ihrem eigenen Bezahlsystem den Geldinstituten in den kommenden Jahren Teile ihres Kerngeschäftes ab“, ist Mummert überzeugt. Zwar würden 73 Prozent der Banken damit rechnen, dass sich ein einheitlicher Standard für das mobile Bezahlen durchsetzen wird. Doch diesen Standard und das dazugehörige Geschaeft würden die Mobilfunkunternehmen etablieren und nutzen. Insgesamt wolle nur jede zweite Bank (47 Prozent) ihren Kunden M-Payment-Dienste anbieten.

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