Hewlett-Packard mit soliden Ergebnissen

Die Zahl der Beschäftigten ist seit der Fusion mit Compaq von 153.500 auf 141.400 reduziert worden

Der Computer- und Druckerkonzern Hewlett-Packard (HP) hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 trotz der Branchenschwäche die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Wall Street übertroffen. Dennoch befindet sich das US-amerikanische Unternehmen nach der Fusion mit Compaq im vergangenen Mai weiter auf einer Sparwelle. Die Zahl der Beschäftigten ist seither von 153.500 auf 141.400 reduziert worden. HP nähert sich damit seinem Ziel von insgesamt 17.900 Stellenstreichungen. Bis zum Jahresende sollen weitere 3500 Mitarbeiter nach Hause geschickt werden.

HP will allerdings auch in Wachstumssparten 4000 neue Mitarbeiter einstellen. Dies teilte das in Palo Alto, Kalifornien, ansässige Hewlett-Packard am Dienstag nach Börsenschluss mit. HP hat seit der Compaq-Übernahme 3,5 Milliarden Dollar an Kosten eingespart, betonte HP-Chefin Carly Fiorina.

Das Unternehmen hat in dem am 30. April beendeten Dreimonatsabschnitt 18 Milliarden Dollar umgesetzt gegenüber 10,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum und 17,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2002/2003. Der Gewinn betrug 659 Millionen Dollar oder 22 US-Cent je Aktie gegenüber 252 Millionen Dollar oder 13 US-Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit und 721 Millionen Dollar oder 24 Cent im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr zeigen HP ohne Compaq.

Klammert man Sonderfaktoren aus, hat HP 29 Cent je Aktie verdient oder zwei Cent mehr als von den Analysten prognostiziert. Die HP-Aktien sind nachbörslich von 17,05 Dollar auf 18,36 Dollar gestiegen.

In Nord- und Südamerika stagnierte der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal mit 8,1 Milliarden Dollar, während er in Europa um ein Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar und in Asien um 2 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar zulegte. Wechselkursveränderungen trugen zwei Prozent zum Umsatzanstieg bei.

Die Unternehmensparte, die Server und Speicher an große Unternehmen verkauft, steigerte ihren Umsatz gegenüber dem ersten Quartal um drei Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Sie wies einen operativen Verlust von sieben (erstes Quartal: 83) Millionen Dollar aus.

Bei Personal Computern stagnierte der Quartalsumsatz mit 5,1 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn schrumpfte auf 21 (33) Millionen Dollar. Dell Computer, der PC-Hauptkonkurrent, hatte im ersten Quartal wieder die Führung im globalen PC-Markt übernommen.

Der HP-Druckerumsatz fiel im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um ein Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn stieg um 1 Prozent auf 918 Millionen Dollar.

Die Dienstleistungssparte, die IT-Dienstleistungen für Großkunden anbietet, legte um zwei Prozent auf drei Milliarden Dollar zu. Der operative Gewinn fiel um 1,6 Prozent auf 301 Millionen Dollar.

HP rechnet für die zweite Jahreshälfte mit einem Umsatz von 36,4 Milliarden Dollar und unter Ausklammerung von Sonderfaktoren mit einem Gewinn von 62 Cent je Aktie. Das Unternehmen hat damit die Wall-Street-Schätzungen bestätigt.

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