Deutscher Kabelmarkt wächst unterdurchschnittlich

Wissenschaftler: Grund ist die zu große Fragmentierung

Der deutsche Kabelmarkt hinkt anderen europäischen Ländern hinterher. „Trotz der Übernahme von sechs Kabel Deutschland-Regionalgesellschaften mit rund 10,3 Millionen Haushalten durch eine Finanzinvestorengruppe ist der deutsche Kabelnetzmarkt weiter fragmentiert“, kritisiert der Professor für Planung und Organisation in Telekommunikationswirtschaft, Torsten Gerpott.

Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Zahl der angeschlossenen Haushalte sowie der Umsätze mit Breitbandkabeldiensten in Deutschland belaufe sich derzeit lediglich ein Prozent gegenüber 6,3 Prozent in Westeuropa. „Breitbandkabelnetzbetreiber können in Deutschland nur dann profitabel einen Netzausbau leisten, wenn sie in einer stärker durch den Bund als die Länder geprägten rundfunkrechtlichen Rahmenordnung die Möglichkeit erhalten, selbst mit erheblichen Freiheitsgraden Inhaltebündel zu schnüren oder zu verbreiten und auch selbst produzierte Inhalte über ihre Infrastrukturen anzubieten“, so der Wissenschaftler auf dem Euroforum Kongress „Die Zukunft der Kabel-TV-Netze“ in Köln.

Lag der Umsatz mit Breitbandkabeldiensten in Deutschland vor fünf Jahren noch bei 1,79 Milliarden Euro, stieg sie bis zum Jahr 2000 auf 2,01 Milliarden. Im diesem Jahr ist laut den Wissenschaftlern eine Stagnation auf der Ebene von 2,17 Milliarden Euro zu erwarten. Erst 2004 soll der Markt demnach leicht auf 2,22 Milliarden Euro wachsen.

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