IBM stellt z990 vor

Neue Großrechner-Generation hat in der Entwicklung eine Milliarde Dollar gekostet

IBM hat ein neues Modell aus der E-Server z-Series-Baureihe vorgestellt. Der z990 ist das Ergebnis von vier Jahren Forschung, in die IBM nach eigenen Angaben mehr als eine Milliarde Dollar investiert hat. 1200 Entwickler sollen beteiligt gewesen sein, ein beträchtlicher Teil davon saß in Böblingen. Der Rechner bietet eine Leistung von bis zu 9000 MIPS (Million Instructions per Second) auf 32 Prozessoren. Kunden können von der 1-Wege-Version bis zur 32-Wege-Version skalieren, ohne das System herunterfahren zu müssen.

Das Herz des z990 ist die Halbleiter- und Packaging-Technologie IBM Multichip Module (MCM). Das Modul ist 9,4 auf 9,4 auf 1,9 Zentimeter klein. Auf 101 Schichten keramischem Glas sitzen 16 Chips, die über 500 Meter Leitungen mit über 5000 I/O Pins verbunden sind. Mit dem neuen, halb so großen MCM ist der z990 in der Lage, mit der gleichen Fläche dreimal soviel Prozessor-Kapazität zu liefern wie der z900. Das Modul nutzt die Kupfer- and Silicon-on-Insulator (SOI)-Technologie von IBM und enthält über 3,2 Milliarden Transistoren.

Bis zu 30 logische Partitionen (LPARs) werden auf dem z990 unterstützt, doppelt so viele virtuelle Server im Vergleich zum Vorgängermodell z900. Zur Plattform für die Konsolidierung von Serverfarmen wird der z990 durch die Möglichkeit, mit z/VM 4.4, der neuesten Version von IBMs Hypervisortechnologie, Hunderte von virtuellen Linux-Servern aufzubauen und zu verwalten.

Der 16-Wege-z990 kann mehr als 11000 Secure Socket Layer (SSL) -Transaktionen pro Sekunden bearbeiten. Für Kunden, die mehr E-Business Workloads auf dem Mainframe bewältigen müssen, bietet der z990 bis zu 512 I/O-Kanäle. Bis zu 450 Millionen E-Business-Transaktionen können pro Tag abgewickelt werden („Scale-up“) oder Hunderte von virtuellen Linux-Servern verwaltet werden („Scale-out“). Eine z990 Cluster-Lösung kann bis zu 13 Milliarden Transaktionen pro Tag durchführen.

Daneben sind jetzt bis zu 16 Hipersockets verfügbar, die eine High-Speed TCP/IP-Verbindung zwischen virtuellen Servern innerhalb eines z990 herstellen. Im Vergleich zum z900 verfügt der neue z990 über viermal so viel Speicher, 256 GByte statt vorher 64 GByte.

Gleichzeitig gab IBM Global Services bekannt, dass der z990 in den eigenen on demand-Datenzentren eingesetzt wird – beginnend mit dem Zentrum in Boulder, Colorado. „Mit IBMs on demand Rechenzentren bekommen große und kleine Unternehmen auf ganz neue Art Zugang zu Technologien und Anwendungen“, so Jim Corgel, General Manager IBM e-business Hosting Services.

Die Modelle AO16 und B16 sind ab 16. Juni 2003 erhältlich. Die Modelle C24 und D32 kommen am 31. Oktober 2003 auf den Markt. On/Off Capacity on demand Funktionalitäten sind ab September 2003 verfügbar. Secure Key Cryptography sowie die Unterstützung für 30 LPARs und die z/OS Nutzung von 512 I/O Kanälen ist ab Oktober diesen Jahres lieferbar.

Themenseiten: Hardware

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu IBM stellt z990 vor

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *