Strato konnte die MySQL Datenbanken doch retten

Die betroffenen 2500 Kunden werden bis Mittwoch individuell angeschrieben

Erleichterung bei Strato in Berlin und Karlsruhe, Aufatmen bei einigen Strato Premium-Kunden: Vor rund einer Woche hatte der Ausfall des MySQL-Servers die Löschung von rund 2500 Kundendatenbanken zur Folge (ZDNet berichtete). Zunächst gab sich die Strato Mutter Teles bedeckt und erklärte, dass Backups nicht eingespielt werden können und die Kunden auf eigene Sicherungen zurückgreifen müssen. Doch jetzt konnte Teles Vorstand Rochus Wegener Positives verkünden.

„Unseren Technikern ist es gelungen, die Backups — die nur wenige Sekunden alt waren — wieder verfügbar zu machen. Bis auf rund 100 Kunden, deren Daten nicht mehr gerettet werden können, haben wir bei den anderen Kunden zwei Optionen: Wer bisher kein Backup eingespielt hat, bekommt unsere Datensicherung eingespielt und wird per E-Mail informiert. Wer schon ein eigenes Backup angelegt hat, bekommt unsere Datensicherung in ein spezielles Verzeichnis des Servers gelegt und kann dann selbst entscheiden, ob er seine eigene Sicherung weiter nutzt oder unser Backup einspielt“, so Wegener im Gespräch mit ZDNet. Im zweiten Fall erhalten die Kunden bis Mittwoch eine E-Mail mit einer genauen Anleitung.

Das Problem mit den Backups bestand nach Aussage von Wegener darin, dass man zwar automatisiert ein komplettes Backup des MySQL-Servers hätte einspielen können, aber keine Teilmengen. „Da von rund 30.000 MySQL-Kunden nur 2500 betroffen waren, mussten wir erstmal diese einzelnen Datenbanken aus der Sicherung rausziehen und nutzbar machen“, erklärt Wegener. In Zukunft will der Hoster für die Rückspielung einzelner Datenbanken automatische Prozesse entwickeln, damit bei einer erneuten Löschung diese Backups innerhalb weniger Stunden wieder eingespielt werden können. „Wir empfehlen unseren Kunden trotzdem, auch selbstständig regelmäßig die MySQL-Daten zu sichern. Eine genaue Anleitung finden User in unserer FAQ-Liste“, ergänzt der Teles Vorstand.

Wie es überhaupt zu der Panne kommen konnte, ist bislang nicht geklärt. „Nachdem wir die Frage mit den Backups geklärt haben, wird es nun darum gehen, die Ursache der Panne zu ergründen. Dies ist bislang nicht abgeschlossen“, sagte Wegener.

Kontakt: Strato, Tel.: 030/88615-0 (günstigsten Tarif anzeigen)

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