Interaktive Glücksspiele per SMS vor Verbot

Bundesländer wollen Fortuna auch im Web bedingt einen Riegel vorschieben

Die Bundesländer wollen einem Zeitungsbericht zufolge Telefon-Gewinnspiele im Fernsehen verbieten. Dies sehe ein Gesetzentwurf vor, über den die Ministerpräsidenten im Juni beraten wollten, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“.

Die Bundesländer planten ein Lotto-Gesetz, mit dem die Glücksspiele in Deutschland neu geregelt werden sollten. Telefonische Gewinn-Aktionen im Fernsehen sollten generell verboten werden. Auch „interaktive Glücksspiele“ im Internet oder per SMS würden untersagt.

Das Angebot über gebührenpflichtige Nummern, die etwa mit 0190 beginnen, könne zu einem „erheblichen Anstieg problematischen Spielverhaltens führen“, argumentiert der Gesetzentwurf nach Angaben der „SZ“. Ein Verbot träfe auch ARD und ZDF, vor allem aber die Privatsender.

Am härtesten betroffen wäre der Mitmach-Kanal Neun Live, der fast ausschließlich von Zuschaueranrufen lebt und mit deren Gebühren seine Erlöse erzielt. Im vergangenen Jahr führten der „SZ“ zufolge 173 Millionen Anrufe zu einem Gewinn von fast 15 Millionen Euro, bei einem Umsatz von 60 Millionen Euro.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Interaktive Glücksspiele per SMS vor Verbot

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  • Am 25. Juli 2003 um 17:57 von Schorstädt Jürgen

    SMS
    find ich nicht gut!!!

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