Schüler kündigte Hinrichtung seiner Lehrerin im Web an

Kripo ermittelte den 18-jährigen Schüler sehr schnell

Die Stralsunder Polizei ermittelt derzeit gegen einen 18-jährigen Gymnasiasten. Der Schüler hatte die Hinrichtung einer Lehrerin auf der Website des Amtes Franzburg-Richtenberg angekündigt. Die betreuende Computerfirma aus Stralsund bemerkte die Nachricht jedoch am 2. April in der Rubrik Veranstaltungstipps, entfernte das Posting und benachrichtigte die Schule, berichtet die „Ostsee-Zeitung“.

Den Angaben nach erstattete der Schulleiter Anzeige. Die Kripo ermittelte und wenig später stand fest, dass ein Schüler der 13. Klasse aus dem Mathe-Grundkurs die Nachricht geschickt hatte.

Nach mehreren Einzelvernehmungen meldete sich der 18-jährige Täter beim Schulleiter. „Er hat nicht überlegt, was er da angerichtet hat. Er kann auch keine Gründe nennen. Schulische Leistungen oder Probleme mit der Lehrerin schließe ich aus. Aber das Ganze ist nach Erfurt keine Bagatelle. Eins steht fest, er macht jetzt schlimme Tage und Nächte durch. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken“, zitiert das Blatt den Rektor Steffen Melle. Die betroffene Lehrerin ist noch nicht wieder im Dienst. Der Schüler soll sich per Brief bei ihr entschuldigt.

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3 Kommentare zu Schüler kündigte Hinrichtung seiner Lehrerin im Web an

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  • Am 12. April 2003 um 9:55 von Virry

    Schüler kündigte Hinrichtung seiner Lehrerin im Web an
    Dieser Artikel wirft für mich die Frage auf:Was machen Eltern in der Zeit, in der sie eigentlich ihre Kinder zu Nächstenliebe, Toleranz und Verständnis erziehen sollten????<br />
    Es platzt einem schon fast der Kragen, wenn man liest, daß Lehrer völlig überfordert mit ihren Schülern sind und ihnen dann noch Inkompetenz vorgeworfen wird.<br />
    Welcher Lehrer kann schon retten, was in jahrelanger Vernachlässigung der Kinder durch ihre Eltern verloren gegangen ist.?????

  • Am 14. April 2003 um 11:12 von Pixlchen

    Virry – haste den Artikel denn gelesen ??
    … denn da standen keine Vorwürfe an die Lehrer drin… es stand auch nix davon, dass der Jung von seinen Eltern vernachlässigt wurde…<br />
    <br />
    du schreist nach Toleranz… nimmst aber Vorverurteilungen vor und ziehst Stammtischreden aus dem Hut… dass es nur so kracht…<br />
    <br />
    schöne Welt du da heraufbeschwörst…<br />
    <br />
    oder wolltest du dich nur mal so allgemein auskotzen ????<br />
    <br />
    <br />
    ein kleines Pixl

  • Am 7. Mai 2003 um 23:51 von pilgrims

    klar hat er es gelesen
    hallo pixelchen,<br />
    <br />
    klar hat er den Artikel gelesen. Nur bleibt es eine Tatsache, dass jede Tat<br />
    einen Gedanken als Ursprung hat. Und wenn einer schon mit dem Gedanken eines Mordes<br />
    spielt und es durch eine Tat kundtut (sei es den Mord ausführen, ankündigen oder <br />
    anders vorbereiten), dann läßt es keinen guten Rückschluß auf die geistige Saat, <br />
    die dort liegt schließen.

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