Ariane 5 setzt Telekom- und Wettersatelliten aus

Erleichterung in Kontrollzentrum in Kourou und in Evry

Bei ihrem ersten Flug nach dem Absturz vom Dezember hat eine europäische Ariane-5-Trägerrakete erfolgreich zwei Satelliten im All ausgesetzt. Planmäßig brachte die Rakete in der Nacht zum Donnerstag einen indischen Telekom- und Wettersatelliten sowie einen US-Telekommunikationssatelliten in den Orbit.

Die Satelliten sollen künftig in 36.000 Kilometern Höhe über Indien beziehungsweise Kolumbien schweben. Nach dem erfolgreichen Aussetzen des indischen Satelliten gab Arianespace zwei neue Verträge über Satelliten-Starts mit der indischen Raumfahrtagentur ISRO bekannt.

Nach dem Scheitern des Ariane-Fluges vom 12. Dezember galt der jüngste Flug als überlebenswichtig für die in einer schweren Finanzkrise steckende europäische Raumfahrt. Auf den Erfolg der Mission reagierten die Mitarbeiter im Kontrollzentrum in Kourou sowie in der Arianespace-Zentrale in Evry bei Paris mit großer Erleichterung.

Arianespace-Chef Yves Le Gall betonte, er sei „sehr glücklich“. Der nächste Ariane-Start ist für Juni geplant. Die insgesamt 160. Ariane-Mission begann um 00.52 Uhr mit dreiminütiger Verzögerung am Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana und dauerte insgesamt knapp eine Stunde. Der eigentlich bereits einen Tag zuvor angesetzte Flug musste wegen technischer Probleme am indischen Satelliten INSAT-3A kurzfristig um 24 Stunden verschoben werden. Nach INSAT-3A brachte die Ariane auch den US-Telekommunikationssatelliten Galaxy-XII ins All.

Zum Start kam diesmal die Standardversion der Ariane 5. Eine verstärkte Version der europäischen Trägerrakete, die so genannte Zehn-Tonnen-Ariane, war im Dezember bei ihrem Jungfernflug abgestürzt. Daraufhin waren alle Ariane-5-Starts vorübergehend ausgesetzt worden. Nach der Einstellung der als äußerst zuverlässig geltenden Vorgängerversion Ariane 4 ist die Ariane 5 Europas einzige Trägerrakete.

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