Intel und Via legen Streit bei

Insgesamt stellten die beiden Unternehmen seit 1999 exakt 27 Patente wechselseitig in Frage

Die Termine vor Gericht waren Legion: Intel (Börse Frankfurt: INL) und Via haben nach fünf Jahren ihre Rechtsstreitigkeiten beigelegt und einen Cross-Licencing-Deal mit einer Laufzeit von zehn Jahren ausgehandelt. Insgesamt hatten die beiden Unternehmen 27 Patente wechselseitig in Frage gestellt. Dazu wurden elf Verfahren in fünf Staaten geführt. Nicht zu vergessen natürlich der Vorwurf Vias an den unvergleichlich größeren Konkurrenten: mutwillige Zerstörung von Eigentum. Während der Computex 2001 in Taipei sollen die Luftballons von Vias Partnern durch Intel-Mitarbeiter vernichtet worden sein. Es handelte sich offenkundig um den Klimax einer lang andauernden Farce.

Offenbar wollten sich die beiden Streithähne nicht mehr zum Gespött der Branche machen. In einer gemeinsamen Erklärung halten sie fest, dass Via gegen Gebühren drei Jahre lang zu Intel-CPUs Pin-kompatible x86-Chips verkaufen darf. Das von Intel eingesetzte Bussystem darf fünf Jahre lang eingesetzt werden.

Beide Parteien sollen für ihre Anwaltskosten selber aufkommen. Weitere finanziellen Details wolle man nicht preisgeben. Nach der Zählweise beider Firmen begann der Streit im September des Jahres 2001, als Intel behauptete, Vias Chipsets und Prozessoren würden hauseigene Patente verletzen. Scharmützel aus den vorangegangenen zwei Jahren ignorierte man offenbar wohlweislich.

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