Bündnis 90/Die Grünen fordern konsequenten Open Source-Einsatz

Landtagspolitiker: "Angesichts der angespannten Haushaltslage müssen Einsparmöglichkeiten konsequent ergriffen werden"

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen fordern die Landesregierung von Rheinland-Pfalz auf, den Einsatz von Open Source-Software (OSS) gezielt voranzutreiben. Die Grünen im Mainzer Landtag haben dazu einen Antrag für die Beratungen zum Nachtragshaushalt in die heutige Plenarsitzung eingebracht.

„Angesichts der angespannten Haushaltslage müssen Einsparmöglichkeiten konsequent ergriffen werden. Durch die neue Lizenzpolitik von Microsoft entstehen dem Land erhebliche Mehrausgaben“, erklärt Bernhard Braun, umweltpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag.

Nach Ansicht der Politiker hat OSS wie Linux einen Entwicklungsstand erreicht, der eine uneingeschränkte Verwendung im professionellen Bereich hinsichtlich der Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit erlaubt. Dies verdeutlichen die Bemühungen der Bundesregierung und in der Wirtschaft für den Einsatz von OSS.

Der offene Quellcode ermögliche eine Anpassung des Programms an die Bedürfnisse der Verwaltungen sowie den Einblick die sicherheitsrelevante Bausteine der Software und biete daher entscheidende Vorteile hinsichtlich Flexibilität und Sicherheit. Gleichzeitig ermögliche die Nutzung von Software, die kostenfreien Lizenzen wie der GNU General Public License unterliege, den raschen und kostengünstigen Umstieg auf aktuelle Programmversionen und somit das Schritthalten mit der technischen insbesondere der sicherheitstechnischen Entwicklung.

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3 Kommentare zu Bündnis 90/Die Grünen fordern konsequenten Open Source-Einsatz

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  • Am 3. April 2003 um 13:21 von Nimda

    OSS
    Wenn sich zu den wirklichen und vermeintlichen Spezialisten nun auch (grüne) Politiker gesellen um IT-Strategien (in ihrem Sinne) einzufordern, dann sollten sie sich doch einmal überlegen, welche Aufgabe die IT innehat: Sie soll in Firmen, Behörden und wo auch immer die laufenden Prozesse unterstützen und den Anwendern als DIENSTLEISTUNG zur Verfügung stehen. Und Dienstleister sollten nicht ihren Glaubenskriegen frönen, sondern das anbieten, was in ihrem Hause erforderlich scheint. Und ob das MS oder OSS ist hängt doch letztlich von der Firmenkultur, den skills der Benutzer, den "gewachsenen Strukturen", den Erfordernissen und Zielen ab; doch nicht etwa von politischen Weichenstellungen?

  • Am 4. April 2003 um 6:42 von Darko

    Das ist kein Glaubenskrieg
    So falsch ist meiner Meinung nach die Forderung aus momentaner Sicht nicht.<br />
    Wenn man das aus finanzpolitischer Sicht betrachtet mach sie durchaus Sinn, da definitiv einiges an Kosten gespart wird, siehe die Stadt Schwäbisch Hall.<br />
    Und das unser Staat sparen muss kann ja wohl keiner bestreiten.

  • Am 4. April 2003 um 6:51 von Frank Kever

    OpenSource
    OpenSource …. natürlich würden die Länder dadurch Kosten sparen. Solange jedoch Vorschläge, die bei einer Größenordnung von 25 Beschäftigten ca. 600 € pro Jahr an Energie sparen, mit absolut nicht nachvollziehbaren Gründen von den "Ausschüssen für Verbesserungsvorschlägen" abgelehnt werden, solange sind solche Vorschläge wie OpenSource für mich nur eine reine PR bzw. Imagepoliturangelegenheiten. 600 € bei 25 Beschäftigten und einer Investition von ca. 75 € – es ist einfach nicht nachvollziehbar.

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