Neue Töne von Novell

Jahre hindurch schien es, als ob Novells größtes Problem sei, der Welt klar zu machen, was das Unternehmen leisten kann. Chris Stone, Vice Chairman bei Novell, will dies ändern.

Nahezu jeder IT-Direktor kennt das NetWare-Betriebssystem von Novell und seinen leistungsstarken Netzwerk-Verzeichnisdienst. Aber trotz einer Serie von Reorganisationen und Neufokussierungen der Marketingaussagen, bleibt Novells Zukunft eng mit seiner NetWare-Kundenbasis verknüpft, die allerdings zugunsten von Windows erheblich geschrumpft ist.

Chris Stone will dies ändern. Stone trat nach einer dreijährigen Pause vor ungefähr einem Jahr wieder als Vice Chairman bei Novell an. Seine Mission: Erklären, wie Novells reiches Angebot an raffinierter Netzwerktechnologie komplizierte Unternehmensprobleme wie Sicherheit und Identitätsmanagement lösen kann.

Stone richtet die Vertriebskräfte der Firma neu aus: auf den Verkauf von Lösungen für komplexe Probleme anstelle des schlichten Verhökerns von NetWare-Paketen. Außerdem bringt er seine Erfahrungen aus seiner Zeit bei der Object Management Group bei der Anwerbung von Entwicklern für Enterprise-Software ein. Innerhalb von sechs Monaten nach seinem Wiedereintritt übernahm Novell die Firma SilverStream Software, die Java Application Server Software entwickelt.

Stone gibt zu, dass das Unternehmen mit seinem neuen Fokus eine größere Anzahl von Konkurrenzfirmen auf den Plan ruft. Neben beträchtlichen internen Umwälzungen durch weitere interne Reorganisierungen ist er außerdem mit den Herausforderungen konfrontiert, die die Integration der Akquirierungen mit sich bringt. Stone meint jedoch, dass er fest entschlossen ist, nichts beim Alten zu lassen. „Zu lange herrschten in diesem Betrieb Passivität und Anspruchsdenken, aber so werden wir das Schiff nicht wieder in Fahrt bringen.“

Knapp vor dem einjährigen Jubiläum seiner Rückkehr zu Novell gab Stone News.com ein Interview über Novells Technologie und seine neue Erfolgsstrategie.

CNET: Worum geht es beim neuen Novell?

Stone: Wir sprechen lieber vom ,nächsten‘ Novell. Ehrlich gesagt haben sich die Leute in den letzten paar Jahren gewundert: „Was ist los mit euch? In welche Richtung wollt ihr? Was macht ihr?“ Wir haben tatsächlich etwas im Abseits gestanden. Das wird sich nun aber ändern. Das beginnt schon beim neuen Managementteam, mit einem vollständig neuen Fokus, den einige der neuen Akquirierungen deutlich gemacht haben.

CNET: Sind das hauptsächlich organisatorische Änderungen?

Stone: Es ist ein Fokus. Es ist erstaunlich, was Fokussierung in Unternehmen unserer Größenordnung bewirkt. Unser Fokus ist, uns von den über 160 Produkten bzw. der „NetWare-Firma“, wie uns die meisten Leute nennen, wegzubewegen, hin zu einem lösungsorientiertem Ansatz. Man hat bemerkt, wie wir über sicheres Identitätsmanagement geredet haben. Wenn ich Sie in einem Jahr frage und Sie würden antworten: ,Novell ist die Firma für sicheres Identitätsmanagement‘ – dann bin ich zufrieden. Das ist Art von Verschiebung, die wir auf dem Markt anstreben, die neue Botschaft, mit der wir das Unternehmen neu platzieren wollen.

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