W3C löst Dokumenten-Problem von XML

Drei neue Spezifikationen sollen die verschiedenen Bestandteile einer Seite identifizieren helfen

Ein erst diese Woche vom Sophos-Chef Jan Hruska angeprangertes Problem von XML-Dokumente ist durch eine neue Veröffentlichung des World Wide Web Consortium (W3C) keines mehr: Das Standardisierungsgremium hat Xpointer vorgestellt, eine Spezifikation, die den verschiedenen Bestandteilen von XML-Dokumenten bestimmte Orte zuweist.

Hruska hatte erklärt, die neue XML-Funktionalität von Microsofts kommenden Office 11 erschwere die Suche nach Viren. Er führte aus, dass ein als XML-File gespeicheres Office 2003-Dokument seine zugehörigen Macros an einem beliebigen Ort innerhalb des Dokuments aufbewahre. Bislang hatten Macros einen fest zugewiesenen Platz, die scannende Software wusste wo es zuzugreifen galt. Nun aber müsse das komplette Dokument nach den Macros durchforstet werden, der Scanning Agent werde mehr Ressourcen benötigen. Ein Sprecher des Softwarekonzerns hatte gegenüber ZDNet/CNET erklärt, versteckte Macro seien kein Office 2003-spezifisches Problem, es sei vielmehr bei jedwedem XML-Dokument anzutreffen.

Die nun vorgestellten XML Pointer Language (XPointer) Recommendations bestehen aus drei Teilen: Dem Framework, dem Element Scheme sowie dem XMLNS Scheme. Ersteres dient dazu, bestimmte Teile innerhalb eines XML-Dokuments zu identifizieren, zweiteres um ausgesuchte Bereiche aufzurufen und dritteres um Namensüberschneidungen zu verhindern. Dazu wird das im Januar veröffentlichte XML Namespace eingesetzt.

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