Red Hat mit roten Zahlen

Firmenchef Szulik: "Low End Linux ist nicht wichtig für uns"

Red Hat ist im vergangenen Quartal – es war am 28. Februar zu Ende gegangen – wieder in den roten Bereich gerutscht. Das Unternehmen teilte einen Verlust von 56.000 Dollar mit, was für die Aktie keine Auswirkung hat. Der Umsatz habe 25,9 Millionen Dollar betragen. Analysten waren im Vorfeld der Bekanntgabe von einem US-Cent Gewinn je Anteil und einem Umsatz von 26,8 Millionen ausgegangen.

Für das vierte Quartal des Vorjahres hatte das Linux-Unternehmen einen Gewinn von einer Million Dollar oder einem Cent pro Aktie verbucht. Der Umsatz hatte sich auf 18,6 Millionen Dollar belaufen, um 39 Prozent weniger als nun mitgeteilt. „Umsatz ist leicht zu generieren, zusätzlich haben sie unsere Prognose nicht getroffen“, kommentierte unheilschwer Katherine Egbert, Analystin bei C.E. Unterberg. Andererseits verkauften sich Red Hats Premium Linux Server-Produkte außerordentlich gut.

Red Hats Finanzchef führte das Abrutschen in den roten Bereich auf „unvorteilhafte Tauschkurse“ vom Dollar zu Fremdwährungen zurück. Man habe im vergangenen Vierteljahr alleine für solche Transaktionen 900.000 Dollar aufwenden müssen. Für das erste Quartal rechnet er mit einem Umsatz zwischen 27 und 27,5 Millionen Dollar. Das sei genug, um einen Gewinn von wenigstens einem US-Cent pro Aktie zu erwirtschaften.

Die Hoffnungen von Firmenchef Matthew Szulik liegen nun auf dem Release von Red Hat Linux 9 am 31. März. Dabei handelt es sich um eine Art Low End-Distribution, eigentlich wolle man sich aber verstärkt auf die Enterprise Linux-Linie stützen: „Es wird keine große Werbeaktion geben“, erläuterte Szulik. Werbung und Promotion würde zwar den Verkauf ankurbeln, die Ausgaben aber ebenfalls in die Höhe treiben — und das in einem Bereich, der „nicht wirklich interessant für unsere Firma ist“, so Szulik.

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