EU will Galileo-Projekt notfalls in Brüssel ansiedeln

Bericht: Eventuell auch ohne Beteiligung der Europäischen Raumfahrt-Agentur Esa

EU-Kommissarin Loyola de Palacio will den Aufbau des europäischen Satellitenprogramms Galileo notfalls auch ohne Beteiligung der Europäischen Raumfahrt-Agentur (Esa) durchziehen. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“ mit Berufung auf Brüssler Kreise. Wie mehrfach berichtet will sich Europa mit dem Satellitenprogramm Galileo unabhängig machen vom US-Satellitensystem GPS.

Wie das Magazin in Erfahrung gebracht haben will, plant Palacio nur noch das Treffen der EU-Verkehrsminister am Donnerstag und Freitag in Brüssel abzuwarten. Dort wollen sich Deutschland und Italien auf den Sitz des Industriekonsortiums Galileo Industries einigen.

Während Italien das Unternehmen in Rom ansiedeln will, denkt Deutschland an das bayerische Oberpfaffenhofen bei München. Umstritten ist zudem die Höhe der nationalen Anteile, die Deutschland und Italien in die Galileo-Beteiligung von Esa einbringen sollen.

Sollte eine Einigung scheitern, wolle die EU-Kommissarin das Gemeinschaftsunternehmen alleine mit Sitz in Brüssel gründen. Als Direktor habe Palacio bereits den Spanier Manuel Gordillo vorgesehen. Damit wären die beiden deutschen Kandidaten, das frühere Viag-Vorstandsmitglied Rainer Grohe und Stefan-Fritz Kraul von der Bremer EADS-Tochter Astrium, aus dem Rennen.

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