CeBIT 2003: Besucherzahl sinkt um 17 Prozent auf 560.000

Aber: Angeblich zehn Prozent mehr Geschäftsabschlüsse als 2002; Irak-Konflikt zwingt Aussteller zu früherem Abbau ihrer Stände

Die CeBIT 2003 geht erst heute Abend zu Ende, die Messegesellschaft hat aber bereits jetzt Bilanz gezogen. Trotz eines erneuten Besucherrückgangs auf 560.000 Besucher (2001: 840.000; 2002: 674.000) sind die Aussteller angeblich zufriedener als im letzten Jahr.

„Sah die erste Messehälfte noch gut aus, hat sich der Irak-Konflikt in den letzten drei Tagen bei den Besucherzahlen deutlich bemerkbar gemacht. Viele Besucher aus Asien und den USA sind früher als geplant abgereist. Teilweise haben Aussteller ihre Stände schon am Dienstag abgebaut“, sagte Messe-Vorstand Ernst Raue auf der Schluss-Pressekonferenz.

Die Aussteller waren mit den Besuchern, die in den letzten Tagen nach Hannover gekommen sind, angeblich sehr zufrieden. „Wir als Aussteller haben kein Interesse an einer hohen Besucherzahl. Viel lieber sind uns wenige Besucher, die sich Zeit nehmen und die konkrete Investitionen planen oder direkt Abschlüsse tätigen“, so Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Rund 82 Prozent der Aussteller wollten im nächsten Jahr wieder nach Hannover kommen.

Trotz des erwarteten Rückgangs der Besucherzahlen hat die Messegesellschaft die Eintrittspreise nicht gesenkt: „Dies ist auch nicht im Sinne der Aussteller. Diese wollen in erster Linie die Händler treffen und weniger den Endkunden“, so Messe-Vorstand Raue.

Die nächste CeBIT findet vom 18. bis 24. März statt. Die dauert dann nur sieben Tage und beginnt am Donnerstag statt am Mittwoch.

Themenseiten: Business, CeBIT, Messe

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1 Kommentar zu CeBIT 2003: Besucherzahl sinkt um 17 Prozent auf 560.000

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  • Am 19. März 2003 um 13:16 von Carsten

    Aussteller ja, Besucher nein
    Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Aussteller, wenn sie denn aus bestimmten Regionen oder Länder kommen, früher abreisen. Aber Leute!!! Bitte macht nicht die schwache Zahl der Besucher vom Irak-Konflikt abhängig. Das kann mir keiner erzählen. Jedenfalls nicht in dieser Höhe. Vielmehr sollte sich mal die Messe AG ihre Eintrittspreise anschauen!!! Man ist ja (glücklicherweise)wieder davon abgekommen, ausschließlich Fachpuplikum zur Messe zu holen. Aber welcher Privatmann kann denn schon einen Eintrittspreis von 38,– Euro berappen? Wo soll er das denn abschreiben? Das ist echt nicht mehr normal!!!

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