Irak-Krieg: Pocket-PCs mit GPS könnten falsche Daten liefern

ADAC warnt vor Software-Lösungen; Festeingebaute Gerätegeneration soll zuverlässig bleiben

Noch in dieser Woche wird der Krieg gegen den Irak beginnen. Experten rechnen damit, dass die USA die GPS-Positionssatelliten manipulieren, um sich einen militärischen Vorteil zu verschaffen. Betroffen wäre dann natürlich nicht nur die Golf-Region, sondern Europa. Der ADAC sieht vor allem Gefahren bei mobilen Navigationsgeräten wie dem PDA samt GPS-Modul, dass ab morgen bei Tchibo zu haben sein wird: „Werden die Positionssatelliten aus strategischen Gründen vom US-Militär ‚unscharf‘ gemacht, muss bei dieser mobilen Geräteart häufig mit Navigationsfehlern gerechnet werden“, so der Automobilclub.

Ganz ohne GPS wäre mit PDA oder Laptop das Navigieren nicht möglich. Anders sieht die Situation laut ADAC bei festinstallierten Systemen im Auto aus: Selbst wenn die von den US-Militär kontrollierten Satelliten ungenaue Positionsdaten abgeben, sei das für festeingebaute Geräte kein Problem.

Die heutige Gerätegeneration verfüge über zwei Kontrollmechanismen. Die Elektronik überwache dank Tacho und elektronischem Kompass ständig die Position und korrigiere notfalls die vom Satelliten gesendeten Daten. „Selbst bei einem totalen Ausfall des GPS können die festeingebauten Geräte noch mehrere hundert Kilometer zuverlässig weiternavigieren“, so der ADAC.

Die Software-Lösungen für Pocket-PC’s und Laptops navigierten hingegen lediglich über die satellitengesteuerten GPS-Daten und verfügten über keine Kontrollmechanismen. Der ADAC selbst hat nach eigenen Angaben alle Straßenwachtfahrzeuge mit festeingebauten Navigationssystemen ausgestattet und sieht der Gefahr nun gelassen entgegen.

Themenseiten: Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Irak-Krieg: Pocket-PCs mit GPS könnten falsche Daten liefern

Kommentar hinzufügen
  • Am 19. März 2003 um 18:46 von Verkaufte

    Das kann doch nicht wahr sein!!!!
    Ich werde immer mehr von eigener Bundesregierung verkauft und verraten!!!Bald kommt es so weit dass ich ohne USA Erlaubniss nicht ka… darf!!!

  • Am 19. März 2003 um 21:43 von cato

    GPS-Daten bleiben auch im Kriegsfall korrekt!
    Seit dem Jahr 2000 wird diese Verfälschung der GPS-Daten nicht mehr angewandt, gerade weil man die zivile GPS-Nutzung fördern will. Statt dessen könnte das zivile GPS-Signal in der Krisenregion ganz abgeschaltet werden. Ob das uns in Mitteleuropa noch betrifft ist zweifelhaft.

  • Am 20. März 2003 um 22:31 von Christoph

    Dies ist kaum zu Glauben!!!
    1) Zwei Kontrollmechanismen dürften nur die ultra teuren Navis besitzen (wenn überhaupt) da zu 99.9% der Zeit die Position mittels GPS bis auf 5m genau bestimmt werden kann.<br />
    <br />
    2) Ist man ein paar 100 km ohne Satellitenempfang gefahren, dann dürften auch die angeblich besseren Navis orientierungslos sein und man muss warten bis wieder korrekten Empfang da ist um seine Position festzustellen. Alternativ könnte die Position von Hand immer wieder eingegeben werden, was auch kein Spass macht.<br />
    <br />
    3) Wer vertraut wem? Im Artikel wird dem meist exakten GPS nicht vertraut, den – aus meiner Sicht – ungenauen Tacho/Kompass (Luftdruckschwankung im Reifen und schon bist Du wo anders!) schon? Stell Dir vor zwei Strassen laufen in einem spitzen Winkel auseinander. Der Kompass meldet etwas anderes als das GPS. Hier dem Kompass zu trauen (es gibt in der Natur Missweisung bis 3 Grad worunter man die Abweichung zwischen geographisch – und magnetisch Nord versteht. Diese Missweisung ist ortsabhängig und in Flugkarten als Isogone-Linie eingezeichnet) zu trauen wäre fahrlässig. Wird mit Kreiselkompassen gearbeitet, so ist diese Tatsache irrelevant. Dann müsste der Fahrer vor jeder Fahrt seine Kreiselkompass justieren (was ich noch nie gehört habe) oder wieder dem GPS vertrauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *