Sun mit neuen Technologien wieder vorn

Obwohl Sun Microsystems schwierige Zeiten hinter sich hat, wirbt CEO Scott McNealy bei den Analysten dennoch um Vertrauen in das Unternehmen, wobei er auf Technologien wie "Throughput Computing" im Chip-Bereich und "Orion" für die Software verweist.

Natürlich sei derzeit ein wenig Skepsis angebracht, räumte McNealy am Montag bei der jährlichen Analystentagung des Unternehmens ein. „Doch solle man Sun nicht zu schnell abschreiben … Das Unternehmen habe schon viel größere Schwierigkeiten bewältigt.“

Der sonst eher überschwängliche McNealy gab sich diesmal bei seinen einleitenden Bemerkungen zurückhaltend und vorsichtig. Dagegen dürfte die für Dienstag vorgesehene Ankündigung neuer Hardware und Software mehr Optimismus verbreiten. Hauptpunkte werden dabei „Orion“, Suns Konzept zur Integration von mehr Komponenten seiner High-Level-Software in das Betriebssystem Solaris zur Bereitstellung auf Abonnement-Basis, sowie das „Throughput Computing“ sein, das die Nutzung der Chip-Technologie des von Sun aufgekauften Unternehmens Afara Websystems vorsieht, mit der ein einzelner Prozessor die Arbeit von 32 Prozessoren übernimmt.

Suns Konzept des Throughput Computing, mit dessen offizieller Präsentation am 10. April gerechnet wird, zog das Interesse einer Reihe von Analysten auf sich.

Sun habe die ambitionierteste Prozessor-Roadmap, die er je gesehen hat, so der Analyst Peter Glaskowsky, Herausgeber von The Microprocessor Report. Dagegen wirkten die (zukünftigen) Prozessoren UltraSparc IV und V wie Fußnoten in der Geschichte von Sun.

Das in Santa Clara, Kalifornien, ansässige Unternehmen Sun hat sich gerade einigermaßen von den Folgen des Dot.com-Zusammenbruchs und der anschließenden Rezession erholt. Der Hersteller von Higher-End-Servern schließt derzeit eine zweite große Entlassungswelle ab und dürfte den Prognosen zufolge im laufenden Geschäftsjahr ungefähr die gleichen Einnahmen wie im Geschäftsjahr 1999 erreichen, also ca. 12 Milliarden US-Dollar.

Sun sieht sich inzwischen allerdings einer verschärften Konkurrenz gegenüber. Neben Microsoft, das nach wie vor in jedem Quartal Gewinne in Milliardenhöhe verzeichnet, ist auch IBM wieder im Rennen, ebenso wie der Chip-Riese Intel, dessen Prozessoren sich derzeit im Server-Bereich sehr gut verkaufen. Dell und IBM konnten 2002 ihre Anteile am Server-Markt vergrößern, wogegen Sun hier Verluste einstecken musste.

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