Bertelsmann auf 17.000.000.000 Dollar verklagt

Komponist des "Jailhouse Rock" geht wegen Napster vor Gericht

Jetzt steht es fest: Der Bertelsmann-Konzern ist in den USA wegen seiner Beteiligung an der Online-Musiktauschbörse Napster auf 17 Milliarden Dollar (15,8 Milliarden Euro) Schadenersatz verklagt worden. Die Kläger, darunter auch zwei berühmte Komponisten, werfen Bertelsmann vor, Napster mit finanziellen Zuschüssen die massenhafte Verletzung von Urheberrechten ermöglicht zu haben.

Der Chef des Musikverlags Leiber and Stoller Music Publishing, Randy Poe, sagte, die Klage vor dem New Yorker Bundesgericht markiere eine neue Etappe im Kampf der Musikindustrie gegen den Copyright-Bruch. Geführt wird die Klage von den Komponisten Jerry Leiber und Mike Stoller, die Hits wie „Jailhouse Rock“ und „Stand by me“ geschrieben haben, sowie Musikverlagen.

Sie hoffen, ihren Vorstoß zu einer Sammelklage in Namen von rund 160.000 Komponisten und deren Verlagen ausweiten zu können. Ähnliche Klagen waren zuvor bereits gegen Napster selbst geführt worden. Zu einem Prozess kam es jedoch nie, weil die Internetfirma in Konkurs ging.

Themenseiten: Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Bertelsmann auf 17.000.000.000 Dollar verklagt

Kommentar hinzufügen
  • Am 21. Februar 2003 um 10:14 von Hurricane

    Die spinnen, die (hohlen) Amis!
    Jaja… für all die anderen 160.000 künstler wollt ihr euch die 17 Milliarden in die tasche stecken??<br />
    Sehr "edel"… ihr geldgeier!<br />
    <br />
    Who cares… Dezentrale file-sharing-dienste sind unkaputtbar und werden ewig weiterexistieren. Den rest brauche ich nicht zu wiederholen…

  • Am 22. Februar 2003 um 13:58 von Thomas Rothe

    Eine Krähe …
    .. hackt der anderen kein Auge aus, sagt man bei uns. Das scheint diesmal etwas anders zu sein, denn jetzt hat es jemanden erwischt der zu den ganz schwarzen Krähen gehört und bis vor kurzem selbst gegen Tauschdienste vorging. Solange sich die Großen fetzen soll mir das recht sein. Und für die kleinen Leute: siehe mein Vorredner.

  • Am 23. Februar 2003 um 8:48 von Musikliebhaber

    Schlagt Euch mal schön…
    Dann können wir uns in aller Ruhe dem Musiktausch widmen und CDs brennen, die nicht überteuert sind und zu 95% Schrott enthalten.<br />
    Wenn ihr Pappnasen dann mal fertig seid mit eurer Klagerei, könntet ihr ja vielleicht mal über Konzepte nachdenken, wie man dem Musikliebhaber nicht nur mit überteuerten Müll-Samplern das Geld aus der Tasche zieht, sondern ihm "seine" Musik zu akzeptablen Preisen übers Internet anbieten kann.<br />
    So, ich muss jetzt weiter brennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *